Am Landgericht Hof ist am heutigen Freitag (27. März) ein Urteil gegen zwei Männer gefallen, denen Schmuggel im großen Stil vorgeworfen wird. TVO berichtete. Die beiden Männer sollen Steuern im bandenmäßigen Stil hinterzogen haben. Dabei geht es um einen Steuerschaden von rund 70 Millionen Euro.
Einfuhrabgaben hinterzogen
Anfang Februar 2025 durchsuchte der Zoll mehrere Objekte im Großraum Hof. Der Grund der großangelegten Razzia: Die Beschuldigten sollen in weit über 1.000 Fällen beim Import von Waren aus Drittländern Einfuhrabgaben hinterzogen zu haben. Dabei täuschten sie laut Staatsanwaltschaft Hof vor, dass es sich um sogenannte steuerbefreite innergemeinschaftliche Warenlieferungen handle. Die Beschuldigten hätten dem Zoll gemeldet, dass die vorgesehene Entladestelle für die in das Zollgebiet der EU eingeführte Ware nicht in Deutschland, sondern im europäischen Ausland liege. Dadurch sei eine innergemeinschaftliche Lieferung vorgetäuscht worden und damit die Einfuhrumsatzsteuer von den deutschen Behörden nicht erhoben, sondern in das angegebene Bestimmungsland verlagert worden.
Haftstrafe für Angeklagte
In dem umfangreichen Prozess fiel am heutigen Freitag ein Urteil. Ursprünglich sollte dieses erst im Sommer fallen, doch die beiden Angeklagten zeigten sich während der Verhandlung äußerst kooperativ und so konnte der Prozess deutlich abgekürzt werden. Die beiden Männer aus Bayreuth und Hof wurden zu jeweils fünf Jahren und sechs Monaten und drei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.