Ein beispielloser Gewaltausbruch überschattete die Judo-Bundesliga vor rund zweieinhalb Wochen. Der aus Hof stammende Olympia-Teilnehmer Timo Cavelius wurde bei einem Bundesliga-Kampftag in Leipzig Opfer einer brutalen Attacke. TVO hat darüber berichtet. Sein Kontrahent Akaki Japaridze schlug dem 29-Jährigen nach dem Ende des Kampfes ins Gesicht und fügte ihm schwere Verletzungen zu – mit weitreichenden Folgen für den Sportler.
Judo-Bund sperrt Japaridze lebenslang
Wie der „Focus“ berichtete, wurde der 24-jährige Georgier daraufhin vom Deutschen Judo-Bund (DJB) lebenslang gesperrt. Demnach darf Japaridze künftig weder für einen Verein in der sogenannten Topklasse des DJB gemeldet werden noch dort antreten.
Georgier rastet völlig aus
Der Vorfall ereignete sich am Samstag (5. September) beim Bundesliga-Duell zwischen dem JC Leipzig und dem TSV Abensberg, für den Cavelius antritt. Nachdem Cavelius den Kampf gegen den georgischen Gastkämpfer Japaridze gewonnen hatte, kam es zu dem folgenschweren Angriff. Der unterlegene Japaridze soll Cavelius mit drei gezielten Faustschlägen niedergestreckt haben.
Cavelius verpasst nach doppeltem Kieferbruch die WM
Cavelius erlitt dabei einen doppelten Kieferbruch. Die Verletzungen mussten bereits operativ behandelt und mit zwei Platten stabilisiert werden. Neben den erheblichen gesundheitlichen Folgen bedeutet der Angriff auch sportlich einen schweren Rückschlag: Seine Hoffnungen auf eine Teilnahme an der bevorstehenden Weltmeisterschaft in Baku musste der deutsche Nationalkämpfer infolge der Verletzung aufgeben.
Mehrere Strafverfahren laufen
Ligareferentin Pamela Bickendorf zeigte sich gegenüber dem „Focus“ mit dem Ergebnis des Verfahrens zufrieden. Gegen Japaridze laufen laut „Focus“ zudem weitere Verfahren – sowohl beim Georgischen Judoverband als auch beim Judoweltverband IJF. Überdies ermittelt die deutsche Polizei in einem strafrechtlichen Verfahren gegen den 24-Jährigen.
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