Im Raum Bamberg wurde ein mutmaßliches Rauschgiftnetzwerk aufgedeckt, wie die Staatsanwaltschaft Bamberg und die Polizei am Freitag (24. April) mitteilten. Fünf Tatverdächtige wurden festgenommen; gegen vier von ihnen ergingen Untersuchungshaftbefehle. Ausgangspunkt der Ermittlungen waren Vorfälle im Raum Bamberg, bei denen Kindern und Jugendlichen mutmaßlich Drogen verkauft worden waren.
Täter verkaufen Drogen an Kinder und Jugendliche
Der Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Vorfall im vergangenen Winter, bei dem einer Sechstklässlerin am Zentralen Omnibusbahnhof in Bamberg durch einen zunächst unbekannten Täter Ecstasy-Pillen verkauft worden waren. In der Folge ergaben sich Hinweise auf weitere Rauschgiftverkäufe im Stadtgebiet, bei denen insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als Abnehmer in Erscheinung traten.
Verdeckte Ermittlungen bringen mehrere Drogendealer ans Licht
Das zuständige Fachkommissariat für Rauschgiftdelikte der Kriminalpolizei Bamberg leitete daraufhin Ermittlungen ein. Im Verlauf der teils verdeckt geführten Maßnahmen identifizierten die Beamten ein Netzwerk lose zusammenarbeitender Personen, die im Verdacht stehen, in erheblichem Umfang mit Drogen gehandelt zu haben. Die Ermittlungen wurden zeitweise durch Kräfte des Bayerischen Landeskriminalamts sowie weitere Unterstützungseinheiten begleitet.
Polizei durchsucht mehrere Objekte – Beweismittel wie Drogen und Waffen sichergestellt
Am Mittwoch (22. April) vollstreckten die Einsatzkräfte auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Bamberg mehrere Durchsuchungsbeschlüsse. Insgesamt durchsuchten die Beamten fünf Objekte im Stadtgebiet Bamberg sowie im Landkreis. Dabei stellten sie umfangreiche Beweismittel sicher, darunter:
Zudem fanden die Ermittler Bargeld, Kommunikationsmittel sowie Waffen.
Polizei nimmt fünf Tatverdächtige fest
Im Zuge der Maßnahmen nahmen die Beamten fünf Tatverdächtige im Alter zwischen 18 und 23 Jahren vorläufig fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg wurden vier Tatverdächtige – drei Männer und eine Frau – am Folgetag (23. April) einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der jeweils die Untersuchungshaft anordnete.
Mehrere Haftbefehle wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und weiterer Delikte erlassen
Gegen einen 18-jährigen Deutschen erging Haftbefehl unter anderem wegen bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und bewaffneten Handeltreibens mit Cannabis. Gegen einen 19-jährigen Deutschen erging Haftbefehl wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in 17 Fällen und gewerbsmäßigen Handeltreibens mit Cannabis. Gegen einen 18-jährigen iranischen Staatsangehörigen erging Haftbefehl wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in 15 Fällen und gewerbsmäßigen Handeltreibens mit Cannabis. Gegen eine 18-jährige Deutsche erging Haftbefehl wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in sieben Fällen und gewerbsmäßigen Handeltreibens mit Cannabis.