In Strullendorf im Landkreis Bamberg kam es nach einer Reihe von Diebstählen und Hausfriedensbrüchen zur Festnahme eines 46-jährigen Mannes, das teilt die Polizei am Freitag (24. April) mit. Der Tatverdächtige konnte auf frischer Tat gestellt werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg wurde der deutsche Staatsangehörige bereits am Folgetag im beschleunigten Verfahren verurteilt.
Mehrere Vorfälle an einem Tag
Am Montag (20. April) betrat der wohnsitzlose Mann zunächst das Grundstück eines 78-jährigen Anwohners. Dieser bemerkte den Eindringling und konnte ihn vertreiben. Kurz darauf drang der 46-Jährige in ein Wohnanwesen in der Lindenallee ein. Dort hielt er sich über mehrere Stunden im Hausflur auf, entwendete Lebensmittel und konsumierte diese vor Ort. Zusätzlich hinterließ er im Gebäude Exkremente und verursachte damit erheblichen Unmut bei den Bewohnern.
Erneute Versuche und Festnahme
Am folgenden Tag suchte der 46-Jährige erneut die beiden Anwesen auf, blieb diesmal jedoch ohne Erfolg. Am Nachmittag wurde er schließlich festgenommen, nachdem die Besitzerin eines weiteren Hauses in der Lindenallee verdächtige Geräusche aus einem Anbau wahrgenommen hatte. Polizeikräfte konnten den Eindringling noch vor seiner Flucht vor Ort stellen.
Messer und Diebesgut sichergestellt
Bei der Festnahme stellte sich heraus, dass der 46-Jährige während der Tat ein Messer mit sich führte. Zudem fanden die Beamten drei Packungen angetautes Grillfleisch sowie eine Vielzahl von Schlüsseln, deren Herkunft bislang ungeklärt ist.
Schnelles Urteil im beschleunigten Verfahren
Das Amtsgericht Bamberg verurteilte den Mann wegen Diebstahls mit Waffen, Diebstahls sowie Hausfriedensbruchs in vier Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung. Gleichzeitig wurde Haftbefehl gegen den Angeklagten erlassen. Im Anschluss wurde der Mann in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.