So., 23.08.2026 , 15:53 Uhr

Stadt Kulmbach

+ UPDATE + Umweltkatastrophe in Kulmbach: Massives Fischsterben in der Kieswäsch

Unzählige Fische verendet

UPDATE (Sonntag, 23. August / 17:39 Uhr)

Nach dem plötzlichen Fund zahlreicher toter Fische im Kulmbacher Naherholungsgebiet an der Kieswäsch haben die Behörden am Sonntag (23. August) ein sofortiges Badeverbot verhängt. Um dem kritischen Sauerstoffmangel im Gewässer entgegenzuwirken, sind Feuerwehr und THW derzeit mit einem massiven Pumpeneinsatz vor Ort.

Ursachenforschung und sofortige Sperrung

Der Kulmbacher Fischereiverein hatte am Sonntagvormittag die leblosen Tiere im Wasser entdeckt, woraufhin Oberbürgermeister Dr. Ralf Hartnack umgehend Alarm schlug. In enger Abstimmung mit Landrat Jonas Gleich sowie den zuständigen Fachbehörden wurde der Uferbereich unverzüglich abgesperrt und das Schwimmen bis auf Weiteres untersagt. Erste Messungen der Wasserqualität im Bereich des Stegs offenbarten eine extrem niedrige Sauerstoffsättigung, die nach Experteneinschätzung das Fischsterben akut begünstigt.

Technischer Kraftakt der Rettungskräfte

Um das Gewässer schnellstmöglich wieder mit lebensnotwendigem Sauerstoff zu versorgen, rückten mehrere regionale Feuerwehren an und wälzten mit Tragkraftspritzen zunächst rund 3.200 Liter Wasser pro Minute um. Im weiteren Verlauf des Einsatzes brachte das Technische Hilfswerk (THW) aus Kulmbach, Kronach und Naila noch deutlich stärkere Spezialpumpen an die Mainaue. Unterstützt von der Wasserwacht und der DLRG können durch die Hochleistungspumpen nun gewaltige 24.000 Liter pro Minute gefördert werden. Dieser intensive Belüftungseinsatz soll laut Behördenangaben auch in den kommenden Tagen unvermindert fortgesetzt werden.

Laborergebnisse stehen noch aus

Parallel zu den technischen Sofortmaßnahmen laufen die detaillierten Untersuchungen zur genauen Ursache des Vorfalls auf Hochtouren. Neben umfangreichen Wasserproben werden auch die eingesammelten Kadaver in spezialisierten Laboren stichprobenartig analysiert. Oberbürgermeister Hartnack lobte derweil die hervorragende Zusammenarbeit der Behörden sowie den immensen Einsatz der ehrenamtlichen Helfer. Bis die finalen Laborergebnisse in einigen Tagen vorliegen und sich die ökologische Situation vor Ort stabilisiert hat, bittet die Stadt Kulmbach alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die Einschränkungen.

ERSTMELDUNG (Sonntag, 23. August / 15:53 Uhr)

An der Kieswäsch in Kulmbach läuft seit dem Sonntag (23. August) ein größerer Einsatz von Feuerwehr, Wasserwacht und THW. Am Vormittag gegen 10.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte wegen eines weitreichenden Fischsterbens in dem Gewässer alarmiert.

Beißender Geruch und tote Fische

Vor Ort vernahmen die Kräfte neben einem durchdringenden Geruch auch zahlreiche tote Fisch, die an der Oberfläche des Sees trieben. Eine erste Erprobung des Gewässers zeigte kaum Sauerstoffgehalt an, weshalb die Kieswäsch offensichtlich zu Kippen drohte. Mit Rohren wurde von Booten aus versucht, Sauerstoff in das Gewässer zu bekommen.

Einsatz bis in die Nacht

Neben den rund 100 Einsatzkräften sind auch Fischereivereine und Angler mit Booten und Netzen im Einsatz, die beim Einsammeln der verendeten Tiere helfen. Auch der Kulmbacher Oberbürgermeister Ralf Hartnack war vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen. Nach ersten Schätzungen wird der Einsatz noch bis in die Nacht hinein andauern. Der Kieswäsch ist mindestens für die Dauer des Einsatzes gesperrt.

Einsatz Feuerwehr Fische Kieswäsch Sauerstoff THW Umweltkatastrophe

Das könnte Dich auch interessieren

14.07.2026 +UPDATE+ Hohenberg: 80-Jähriger nach Blitzeinschlag in Einfamilienhaus verletzt Während einer Gewitterfront mit Starkregen kam es im Marktleugaster Gemeindeteil Hohenberg (Landkreis Kulmbach) zu einem Blitzeinschlag in ein Wohnhaus. TVO berichete. Durch den Einschlag geriet der Dachstuhl in Brand. 11.05.2026 +UPDATE+ Mainleus: 150.000 Euro Sachschaden nach Garagenbrand Ein Großbrand im Mainleuser Ortsteil Proß (Landkreis Kulmbach) forderte am Montag (11. Mai) einen hohen Sachschaden und zwei Verletzte. 12.02.2026 B289 / Untersteinach: Ein Todesopfer bei Frontalzusammenstoß auf der Schorgasttalbrücke Am Mittwochabend (11. Februar) kam es auf der Bundesstraße 289 bei Untersteinach (Landkreis Kulmbach) zu einem schweren Unfall. Beim Frontalzusammenstoß von zwei Pkw verstarb ein 82-jähriger Autofahrer noch an der Unfallstelle, ein weiterer Beteiligter wurde schwerstverletzt. 10.09.2025 +UPDATE+ Breitengüßbach: Hunderte Fische sterben in Angelsee Aufgrund eines gravierenden Sauerstoffmangels in einem See bei Breitengüßbach im Landkreis Bamberg läuft dort seit Mittwochvormittag (10. September) ein größerer Feuerwehreinsatz. Dies berichtet die Nachrichtenagentur News5.