Lange geisterte das Gerücht durch die oberfränkische Eishockey-Welt, jetzt ist es offiziell: Josef Huber bleibt Trainer der Selber Wölfe und wird vom Interims- zum Chefcoach „befördert“. Der 32-Jährige übernahm den Oberligisten im Februar, nachdem man sich vom damaligen Headcoach Felix Schütz trennte.
„Hat gezeigt, dass er bereit ist“
Unter Huber entwickelten sich die Wölfe weiter und zogen ins Viertelfinale der Playoffs ein. Dort unterlagen die Oberfranken dann denkbar knapp dem Topteam der Hannover Scorpions. „Wie wir in den Playoffs den Schalter umgelegt haben, wie jeder für den anderen gekämpft hat und mit
wie viel Herz wir gespielt haben – darauf kann man unglaublich stolz sein“, schwärmte Huber schon fast von der entscheidenden Saisonphase.
Frank Hördler, Sportlicher Leiter bei den Selber Wölfen, zeigt sich optimistisch: „Mit Josef Huber haben wir einen Trainer, der Know-How, Engagement und Überzeugung vereint. Seine Einstellung und Philosophie passen zu hundert Prozent zu uns. Er hat in seiner Rolle bereits gezeigt, dass er als Headcoach für den nächsten Schritt bereit ist.“
Großteil des Kaders bleibt in Selb
Dass Huber mit nur 32 Jahren zu den jüngeren Cheftrainern im deutschen Eishockey zählt, ist indes in Selb kein Thema: „Ich bin fest davon überzeugt, dass man sich den Rückhalt einer Mannschaft durch Kompetenz, durch Vorbereitung, durch Kommunikation und durch die Bereitschaft, alles für den Erfolg der Mannschaft zu tun, erarbeiten kann“, sagt Huber.
Die Planungen in Selb für die neue Saison laufen aktuell auf Hochtouren. Ein Großteil des letztjährigen Kaders wird auch in der Spielzeit 2026/27 für die Porzellanstadt auflaufen, trotzdem wurden schon einige Abgänge bekanntgegeben: Thomas Gauch, Erik Nemec, Lois Spitzner und Nico Wiens verlassen das Wolfsrudel. Viele Abgänge dürften nicht mehr hinzukommen, Neuzugänge wurden bislang noch nicht bekanntgegeben.
Josef Huber im TVO-Gespräch
In der Mitteilung zur Trainerentscheidung formuliert Huber das Ziel für die kommende Saison: „Für mich ist entscheidend, der Mannschaft mit meiner Arbeit gerecht zu werden und ihr die bestmögliche Chance zu geben, Spiele zu gewinnen. Jeder soll seinen Teil dazu beitragen, damit wir als Team erfolgreich sind“
Erst vor kurzem war TVO-Sportreporter Dominik Größwang zu Gast in Selb und hat mit Josef Huber über die abgelaufene Saison gesprochen. Auch die kommende Spielzeit war Thema des Gesprächs, dass Sie HIER in voller Länge noch einmal ansehen können.