Die IHK für Oberfranken Bayreuth gab am Montag (7. September) eine dringende Warnung vor einer umfangreichen Phishing-Angriffswelle raus. Bereits mehrere oberfränkische Unternehmen wurden bereits Opfer der Hacker-Mails.
Microsoft-365-Konten mithilfe neuer Methode gehackt
Aktuell besteht eine dringende Warnung an oberfränkische Unternehmen aufgrund von Phishing-Mails. Die Bamberger IT-Sicherheitsfirma whitelisthackers GmbH warnt davor, dass Angreifer die neue Methode „Kali365“ nutzen. Mithilfe dieser ist es ihnen möglich, sich in Microsoft-365-Konten von Mitarbeitern heimischer Unternehmen einzuhacken.
Phishing-Mails wirken täuschend echt
Die Gefahr dieser umfangreichen Phishing-Angriffswelle liegt besonders darin, dass die falschen Nachrichten nur schwer zu identifizieren sind. Auf den ersten Blick sehen die Mails wie offizielle Microsoft-Anfragen aus. Eine Befolgung der Anweisungen in den Mails führt allerdings zu einem unbemerkten Zugriff auf das eigene Konto. Dieser Zugriff erfolgt teilweise sogar trotz zusätzlich eingerichteter Sicherheitscodes (MFA).
Besondere Vorsicht seitens der Mitarbeiter ist gefordert
Aufgrund der täuschenden Echtheit der Mails reichen herkömmliche Hinweise an die Mitarbeiter nicht aus. Helfen sollen Gespräche mit den Teams über konkrete Gefahren. Dabei sollte darauf hingewiesen werden, dass nicht nur auf verdächtigte Absender zu achten ist. Auch mit Links und Anmeldeaufforderungen muss besonders vorsichtig umgegangen werden.
Stärkere Prüfungen durch IT-Abteilungen und -Dienstleister
Auch die IT-Abteilung oder der IT-Dienstleister ist in diesem Fall gefragt: Diese sollten unbedingt überprüfen, ob die Geräteanmeldung ohne Tastatur („Device-Code-Flow“) in ihrer Microsoft-Umgebung eingeschränkt oder vollständig abgeschaltet werden kann. Ungewöhnliche Anmeldungen, aktive Geräte sowie Sitzungen in den Konten sollten ebenfalls kontrolliert werden.