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Oberfranken: Mitfahrbank-Netzwerk wächst weiter

Das Mitfahrbank-Netzwerk in Oberfranken wächst weiter. 180 Bänke werden in allen neun Landkreisen bis zum Jahresende zur Verfügung stehen. Dies teilte das Demographie-Kompetenzzentrum Oberfranken mit.

Ergänzung zum ÖPNV

Das Konzept der Mitfahrbänke basiert auf dem Prinzip der Nachbarschaftshilfe und stellt ein ergänzendes Angebot zum ÖPNV dar. Es richtet sich vor allem an Erwachsene und Senioren. Primär verbindet das Netzwerk einzelne Gemeindeteile und Kommunen, in denen der Öffentliche-Personen-Nahverkehr ausgedünnt oder nicht vorhanden ist.

Senioren hauptsächlich die Nutzer

Senioren sind die Hauptnutzer der Mitfahrbänke. Das hat eine Befragung aller oberfränkischen Kommunen durch das Demographie-Kompetenzzentrum Oberfranken ergeben. Idealerweise gibt es einen sogenannten „Kümmerer“ vor Ort, der aktiv die Bevölkerung mit einbezieht und das System des Angebotes erklärt. Bei einer Umfrage kam heraus, dass 32 Gemeinden demnach auf ihrem Gemeindegebiet über Mitfahrbänke verfügen, 15 weitere haben noch keine, spielen aber mit dem Gedanken, sie zu installieren. Anfragen wurden an 214 Städte und Gemeinde gerichtet. Befragt nach der Altersstruktur gaben zwei Drittel der teilnehmenden Kommunen an, dass Senioren am häufigsten auf das Angebot zurückgreifen. 66 Prozent sind älter als 65 Jahre.

Klärung der Fragen der Sicherheit

Das Demographie-Kompetenzzentrum Oberfranken weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Nutzung der Mitfahrbänke bei den Entscheidungsträgern Sicherheitsfragen aufwerfen können. Diese sollen auch entsprechend ernst genommen werden. Dem treten Kommunen individuell entgegen, beispielsweise durch die Registrierung der Fahrer. Informationen hierzu und zu versicherungsrechtlichen Aspekten sind auf der Homepage des Demographie-Kompetenzzentrums Oberfranken zusammengestellt. Hier finden sich auch Hintergründe und Medienberichte zu dem Thema.

Oberfranken ist die Mitfahrbank-Region Nummer eins in Deutschland

Das umfangreiche Netzwerk an Mitfahrbänken in Oberfranken ist mittlerweile national bekannt. Das zuständige Projektteam wird immer häufiger mit Anfragen aus Bayern und Deutschland konfrontiert. Als Zwischenresümee – so das Kompetenzzentrum – wird bilanziert, das die Mitfahrbänke ihren Teil zur positiven Darstellung Oberfrankens im Innen- und Außenverhältnis mit beitragen.



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