Tag Archiv: Kritik

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Corona-Test-Panne in Bayern: Söder & Huml räumen schweren Fehler ein

Nach der Corona-Test-Panne in Bayern wurde die Kritik an der Staatsregierung um Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU) in den letzten Stunden immer lauter. Von "der größten Panne in der Pandemie-Bekämpfung in Deutschland" (Die Grünen im Bayerischen Landtag) und "Söder hat sich in der Krise nicht bewährt" (Landtags-SPD) reichten die Stimmen der politischen Gegner. Huml und Söder übernahmen die Verantwortung in dieser Krise und informierten auf einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag (13. August) über die aktuelle Lage.

Staatsregierung muss umfangreiche Test-Panne eingestehen

Gesundheitsministerin Huml musste bereits am gestrigen Mittwoch (12. August) einräumen, dass es bei der Übermittlung der Daten an den bayerischen Corona-Teststellen zu großen Problemen kam. So seien bei mehr als 85.000 durchgeführten Tests 44.000 Befunde noch nicht übermittelt wurden. Dies waren gut 50 Prozent! Unter den 44.000 Befunden waren auch rund 900 positive Tests.

Betroffene werden informiert

Im Laufe des heutigen Donnerstags (13. August) werden die rund 900 positiv getesteten Personen informiert. Es gibt zudem rund 150 Fälle, die derzeit noch offen sind. Beide Politiker erklärten während der Pressekonferenz mehrmals, dass es sich um einen laufenden Prozess handle. Auch Personen, deren Test negativ ausgefallen ist, sollen demnach informiert werden. Söder und Huml räumten ein, dass es sich um einen schwerwiegenden Fehler handelte. Deshalb wird nun das Personal um rund 100 Personen aufgestockt, veränderte Strukturen geschaffen, um die Zusammenarbeit zwischen Innen- und Gesundheitsministerium besser zu verzahnen. Zudem wechselt der Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Andreas Zapf, in das Gesundheitsministerium.

Bayerische Panne bei den Corona-Tests: Söder & Huml übernehmen die Verantwortung

Kontaktdaten händisch aufgenommen

Probleme gibt es nach aktuellem Stand nur bei Personen, deren Fragebögen händisch ausgefüllt worden sind. Seit ein Dienstleister die getesteten Personen digital erfasst, soll das Problem nicht mehr aufgetreten sein. Der Dienstleister benötigte einige Tage, um die digitale Erfassung der Coronatests anzubieten. Deshalb wurden die Fragebögen der Getesteten zu Beginn von Ehrenamtlichen per Hand ausgefüllt.

Melanie Huml bleibt im Amt 

Markus Söder verteidigte in der Pressekonferenz die bayerische Strategie und die zahlreiche Tests. Nicht er mache das Tempo, sondern Corona. Bei der Panne handele es sich um einen operativen Fehler. Gesundheitsministerin Melanie Huml hatte Söder zweimal ihren Rücktritt angeboten. Der Ministerpräsident sprach ihr aber auf der Pressekonferenz weiterhin das Vertrauen aus. 

 

Es ist mir wichtig, dass wir das weiter zusammen gestalten", so Söder. "Wir müssen schauen, dass wir aus jedem Fehler lernen, um für Sicherheit und Klarheit zu sorgen.

(Ministerpräsident Markus Söder)

 

Deutliche Kritik an der Staatsregierung

Von Seiten der politischen Gegner im Landtag hagelte es seit Mittwoch deutliche Kritik. So sprach unter anderem Ludwig Hartmann, Grünen-Co-Fraktionsvorsitzender im Landtag, von einer "Schocknachricht für Deutschland". Horst Arnold, der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, sieht die Verantwortung für diese Panne bei Ministerpräsident Söder und erklärte:

 

Ministerpräsident Söder hat sich und seine Regierung mit immer neuen Ankündigungsfeuerwerken überfordert. Bei der Ausführung, den Basics und der Leistungsfähigkeit des Apparates, haperte es dann. Hätte man sich für verantwortungsvolle Planung mehr Zeit genommen, wäre dieser immense Schaden nicht entstanden. Söder hat sich in der Krise nicht bewährt. Das Versagen allein auf die Gesundheitsministerin abzuschieben, wäre unfair.

(Horst Arnold, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion)

 

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Kronach: Der Circus Voyage gastiert in der Stadt

Für Kinder sind Besuche im Zirkus immer etwas ganz Besonderes. Die Kunststücke, Seilakrobatik und natürlich die Tiere in der Manege – wirklich beeindruckend eine solche Show.

Doch beim Thema Zirkus gehen die Meinungen oft auseinander. Denn ein großer Konflikt ist die artgerechte Haltung der Tiere, vor allem der Wildtiere. In Kronach hat der Circus Voyage jetzt sein Zelt aufgeschlagen. Der hat natürlich auch einige exotische Wildtiere mit dabei und da sind vor allem die Tierschützer von Peta nicht begeistert.

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Brüssel / Oberfranken: EU schafft Sommerzeit wieder ab!

Update (1.4.2014, 23:00 Uhr):
April, April…

 

Paukenschlag in Brüssel: Die Sommerzeit wird wieder ad acta gelegt. Die EU hat in einem nächtlichen Eil-Referendum die Sommerzeit abgeschafft und reagierte damit auf die Ablehung von einem Großteil der Bevölkerung. Nach der Zeitumstellung am vergangenen Sonntag (30. März 2014) war massiv Kritik laut geworden. Der ursprüngliche Zweck der Maßnahme, nämlich ein besseres Ausnutzen des Tageslichts und damit Energieeinsparungen, sei nachgewiesenermaßen nicht erfüllt, heißt es. Mediziner und Landwirte begrüßten in ersten Reaktionen den Schritt, während die Polizei den Wegfall der Sommerzeit bemängelte. Die Reaktionen auf die Entscheidung der EU in Brüssel sehen Sie am Dienstagabend ab 18.00 in „Oberfranken Aktuell“.

 

Hier das erste offizielle Statement der oberfränkischen Europaabgeordneten Monika Hohlmeier (CSU) zur Abschaffung der Sommerzeit:

 

 


 

Brose Arena: Jetzt hagelt es Kritik von Franz Stegner

Der ehemalige Sponsor der Brose Baskets und einstige Namensgeber der Stechert-Arena, der Unternehmer Franz Stegner, spart in einem Offenen Brief an die Medien nicht mit Kritik an der Vereinsführung der Brose Baskets und Hauptsponsor Michael Stoschek. Stegner reagiert damit nach eigenen Angaben auf die jüngste Berichterstattung um die Sponsorendebatte des Deutschen Meisters im Basketball. Seinen Worten zufolge habe sich dieses Hin und Her bereits im vergangenen Frühjahr abgezeichnet, darum habe sein Unternehmen Stechert damals auch alle Verträge fristlos gekündigt. Dem Verein fehle bis jetzt eine seriöse und strukturierte Führung. Stoschek sei in Franz Stegners Augen ein Mann, der nicht Wort hält. Baskets-Manager Wolfgang Heyder sei unter anderem ein kaufmännischer „Chaot“ und der Verein würde es mit dieser teils – so wörtlich – „primitiven, hinterfotzigen und unseriösen Art“ schwer haben, neue Sponsoren zu finden. Auch mit der Stadt Bamberg geht Stegner hart ins Gericht. Oberbürgermeister Starke wirft er Mobbing vor und spricht davon, dass er – Stegner – als Sponsor peinlich abgekanzelt worden sei.“ Seitens des Unternehmens Brose hat man sich nicht auf den Offenen Brief geäußert, ebenso wenig reagierte bis dato die Stadt Bamberg. Der Verein, die Brose Baskets, nehmen das Schreiben – wörtlich – zur Kenntnis äußern sich aber öffentlich nicht dazu.

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