Tag Archiv: Polizeipräsidium

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Oberfränkische Kriminalstatistik 2020: Zahl der Straftaten im letzten Jahr leicht gestiegen

Die Zahl der registrierten Straftaten ist im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 leicht gestiegen. Dies teilte das Polizeipräsidium Oberfranken am Montag (08. März) mit. Laut Polizei wird der Anstieg vor allem mit der intensive Kontrolltätigkeit der begründet. Auch die Aufklärungsquote stieg im Vergleich zum Vorjahr. Die Quote ist nach wie vor die höchste aller bayerischen Polizeipräsidien.

Gesamtbetrachtung für 2020

Leichtes Straftaten-Plus im Vergleich zu 2019

In Oberfranken wurden im vergangenen Jahr insgesamt 50.805 Straftaten registriert. Damit verzeichnete man in 2020 ein Anstieg der Straftaten um 2,7 Prozent im Vergleich zu 2019. Die Entwicklung der Gesamtstraftaten wird laut dem Polizeipräsidium nach wie vor in einem gewissem Umfang durch Delikte nach dem Aufenthalts-, Asyl- / Freizügigkeitsgesetz beeinflusst. Hier insbesondere in den Grenzregionen, aber auch in Erstaufnahmeeinrichtungen und Notunterkünften.

Beste Aufklärungsquote in Bayern

Ohne die ausländerrechtlichen Fälle stiegen laut Polizei die Straftaten im Jahr 2020 auf 48.390. Dies war ein Plus von 3,9 Prozent. Die Aufklärungsquote bei den Straftaten insgesamt stieg im Vergleich zu 2019 um 0,9 Prozentpunkte auf 74,7 Prozent. Oberfranken liegt mit dieser Aufklärungsquote deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt von 68,1 Prozent. Zu den in Oberfranken 37.950 aufgeklärten Fällen ermittelte die Polizei 25.604 Tatverdächtige.

Bei den Straftaten ohne Verstöße nach dem Aufenthalts-, Asyl- / Freizügigkeitsgesetz stieg die oberfränkische Aufklärungsquote um + 1,3 Prozentpunkte auf 73,5 Prozent. Die Polizei in Oberfranken festigte damit ihren Spitzenplatz innerhalb Bayerns. Der landesweite Durchschnitt betrug hier 66,4 Prozent. 

Schadenssumme von fast 83 Millionen Euro bilanziert

Bei allen registrierten Straftaten in Oberfranken im Jahr 2020 kam es zu einer Gesamtschadenssumme von rund 82,7 Millionen Euro. Davon betrug der Beute-/Vermögensschaden rund 69,5 Millionen Euro und der Sachschaden circa 13,2 Millionen Euro.

Kreisfreie Städte: Deutlicher Anstieg der Straftaten in Hof

In den kreisfreien Städten Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof registrierte die Polizei 2020 insgesamt 19.958 Straftaten. Ein Rückgang der Straftaten bilanzierte man in Bamberg, Bayreuth und Coburg. In Hof stieg die Zahl im zweistelligen Prozent-Bereich. (blaue Grafik)

Bei den bereinigten Zahlen (ohne Delikte nach dem Aufenthalts-, Asyl- / Freizügigkeitsgesetz) (graue Grafik) kam es in Bayreuth und Coburg zu Rückgängen bei den Fallzahlen. In Bamberg und Hof registrierte man eine Steigerung. Der Anstieg im Bereich Hof begründete man damit, dass die Grenzregion ein Schwerpunkt polizeilicher Kontroll-und Fahndungstätigkeit war und ist.


AQ: Aufklärungsquote / HZ: Häufigkeitszahl (Verhältnis bekannt gewordener Straftaten pro 100.000 Einwohner)
AQ: Aufklärungsquote / HZ: Häufigkeitszahl (Verhältnis bekannt gewordener Straftaten pro 100.000 Einwohner)

Deutlicher Rückgang der Straftaten in vier Landkreisen

Bei den Landkreisen in Oberfranken zeichnete sich 2020 sich eine unterschiedliche Entwicklung ab. In den Landkreisen Bamberg, Coburg, Kulmbach und Lichtenfels konnte teils ein deutlicher Rückgang der Straftaten (Gesamtheit und bereinigt) bilanziert werden. So verringerten sich die Delikte im Landkreis Coburg deutlich um 272 auf 2.653 - ein Minus von 9,3 Prozent.

Deutlicher Anstieg der Straftaten im Landkreis Bayreuth

Ein Anstieg der Straftatenzahlen vermeldete die Polizei für 2020 in den Landkreisen Bayreuth, Forchheim, Hof, Kronach und Wunsiedel. Die Erhöhung der Fallzahlen war unter anderem zurückzuführen auf zum Teil größere Straftatenserien oder intensive Kontroll- und Fahndungstätigkeiten der Polizei. Hierbei stach der Landkreis Bayreuth mit einer Steigerung der Straftaten um 571 Fälle auf 3.386 Straftaten heraus. Dies war ein Plus von 20,3 Prozent.

 

Entwicklung einzelner Straftaten-Bereiche

Wie die Polizei mitteilte, konnten 2020 insbesondere in den Deliktsbereichen Diebstahlskriminalität, Straßenkriminalität, Callcenter-Betrug und Kriminalität im Kontext der Zuwanderung und und Häusliche Gewalt Rückgänge der Fallzahlen verzeichnet werden. Insbesondere in den Segmenten Rauschgiftkriminalität, Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, Computerkriminalität und Wohnungseinbruchdiebstahl und Gewaltdelikte wurde ein Anstieg der Fallzahlen registriert. Beispiele:

Rückgang bei: Diebstahl

Mit insgesamt 10.321 Diebstahlsdelikten im Jahr 2020 wurde ein Rückgang zum Vorjahr um 106 Fälle verzeichnet. Dies stellte einen neuen 15-Jahres-Tiefstand dar. 934 aller Diebstahlsdelikte blieben im Versuchsstadium.

Rückgang  bei: Straßenkriminalität

Straßenkriminalität beschreibt Straftaten verschiedener Deliktsbereiche im öffentlichen Raum. Darunter werden z. B. Raubdelikte, Sachbeschädigungen oder Kfz-Diebstähle gezählt. Im Jahr 2020 stellte die Polizei ein Rückgang von 105 Fällen auf 7.260 Fälle fest, ein Minus von 1,4 Prozent.

Rückgang bei: Callcenter-Betrug

Im Bereich des Callcenter-Betruges wurde 2020 ein Rückgang um 108 Fälle auf 1.366 Taten verzeichnet. Die entscheidende Zahl der vollendeten Delikte betrug 109, 18 Fälle weniger als im Jahr 2019.

Steigerung bei: Sexualdelikte

Im Jahr 2020 stellte man eine Erhöhung der Delikte auf 936 Fälle fest. Dies war ein Plus von 15,1 Prozent. Bayernweit stieg die Anzahl der Fälle sogar um 23,7 Prozent.

Steigerung bei: Wohnungseinbruchdiebstahl

In Oberfranken bilanzierte die Polizei 2020 einen Anstieg um 98 Fälle auf 312 Straftaten. Dies entsprach einem Plus von 45,8 Prozent. Bayernweit sank die Anzahl der Fälle um 3,7 Prozent.

Steigerung bei: Gewaltkriminalität

Im Jahr 2020 wurden oberfrankenweit 1.636 Gewaltdelikte registriert. Das stellte einen leichten Anstieg um 1,2 Prozent dar. Unter Gewaltkriminalität werden Straftaten aus verschiedenen Bereichen zusammengefasst, die eine besondere Gewaltbereitschaft der Täter erkennen lassen. Darunter fallen unter anderem Mord, Totschlag, Vergewaltigung, Raubdelikte und gefährliche und schwere Körperverletzung.

 

Fazit der Polizei

In Oberfranken lässt es sich nicht nur sehr gut, sondern auch sicher leben.

 

 

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Bayern: Start der Corona-Schutzimpfungen bei der Polizei

Bei der bayerischen Polizei begannen am Dienstag (02. März) die Corona-Schutzimpfungen. Laut dem Gesundheitsministerium in München erhalten ab heute Beschäftigte die ersten 10.000 Dosen des Corona-Impfstoffes vom Hersteller AstraZeneca. In Oberfranken starten die Impfungen noch in dieser Woche.

Impfungen an zwölf Standorten in Bayern, in Oberfranken am Standort Bayreuth

Geimpft wird an zwölf Standorten in Bayern. Diese Impfzentren werden direkt und selbst von der Polizei betrieben. Für die Polizistinnen und Polizisten in Oberfranken wird dazu aktuell beim Polizeipräsidium in Bayreuth ein Impfzentrum aufgebaut. Anschließend soll noch in dieser Woche mit den ersten Impfungen begonnen werden.

 

Damit schützen wir zunächst vor allem unsere Polizistinnen und Polizisten im Streifendienst und in den Einsatzeinheiten, die einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind. ... Aus Fürsorge wollen wir möglichst schnell alle zur Verfügung stehenden Impfdosen verimpfen.

(Joachim Herrmann, Bayerischer Innenminister)

 

Koordination durch Bereitschaftspolizei und Polizeiärztlichen Dienst

Nach Herrmanns Worten gibt es hierfür ein ausgefeiltes Impfkonzept, das auf Basis der Empfehlungen des Gesundheitsministeriums bayernweit durch die Bereitschaftspolizei und den Polizeiärztlichen Dienst koordiniert wird. Gesundheitsminister

 

Wir schützen unsere Beschützer!

(Klaus Holetschek, Bayerischer Gesundheitsminister)

 

AstraZeneca "kein Impfstoff zweiter Klasse"

Der Innenminister unterstrich zudem, dass der Impfstoff von AstraZeneca kein Impfstoff zweiter Klasse ist. Die bisherigen Rückmeldungen aus der Bayerischen Polizei zeigen laut Herrmann: "Unsere Polizistinnen und Polizisten treffen ihre Impfentscheidung mit Bedacht. Dabei sind die meisten einer Impfung gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt." Für Herrmann ist das auch ein vorbildliches Signal für die Impfentscheidung der Bevölkerung.

Stabile Impfstofflieferungen im März

Holetschek bekräftigte, dass es derzeit stabile Impfstofflieferungen gibt. Für die kommenden Wochen stehen laut der Behörde umfangreiche Lieferungen von rund 1,6 Millionen Impfdosen der verschiedenen Hersteller an.

Kein Verfall von Impfstoff

Wie Herrmann erläuterte, können sich die Beschäftigten freiwillig nicht nur im polizeilichem Impfzentrum impfen lassen, sondern auch das kommunale Impfzentrum nutzen. Durch Letztere erfolgt die Terminvergabe nach der gültigen Corona-Impfverordnung.

 

Bei drohendem Verfall von Impfstoff besteht zudem das Angebot, im Rahmen des sogenannten Hop-On-Konzepts des Gesundheitsministeriums ein Impfangebot ebenfalls bei den kommunalen Impfzentren anzunehmen.

(Joachim Herrmann, Bayerischer Innenminister)

Weiterführende Informationen zur Schutzimpfung der Polizei in Bayern:
Corona-Aktuell aus Bayern vom 02. März 2021
© Facebook / Pixabay / Collage

Mädchen (6) aufgrund der Maskenpflicht gestorben?: Polizei sagt „Fake-News“!

Seit Dienstag (29. September) verbreitet sich auf Social Media-Plattformen wie Facebook die Meldung über den angeblichen Tod eines sechsjährigen Mädchens im Raum Schweinfurt. Die betreffenden Usern sehen die Schuld für den Tod des Kindes in der Maskenpflicht, unter anderem im Öffentlichen Personen Nah- und Fernverkehr.  Das Polizeipräsidium in Unterfranken sah sich nun genötigt, sich dazu offiziell zu äußern, da sich dieser Vorfall nicht ereignete! Weiterlesen
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Oberfranken: Wechsel an der Führungsspitze der Polizei

Zum 1. August 2020 erfolgt beim Polizeipräsidium Oberfranken ein Wechsel an der Führungsspitze. Der bisherige Polizeivizepräsident Udo Skrzypczak (rechts im Bild) wird neuer Polizeipräsident der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Ihm folgt der Leitende Polizeidirektor Armin Schmelzer (links) nach.  
Mit Armin Schmelzer steht ein Beamter an der Spitze der oberfränkischen Polizei, der als Führungskraft bereits seit über zwölf Jahren mit der Region fest verwurzelt ist. Sein großes Fachwissen, ein breiter Erfahrungsschatz und seine ausgezeichneten Führungsqualitäten zeichnen den im Landkreis Tirschenreuth wohnenden Spitzenpolizisten besonders aus. (Oberfrankens Polizeipräsident Alfons Schieder)
  Schmelzer ist derzeit noch der Leiter des Sachgebietes Ordnungs- und Schutzaufgaben / Verkehr beim Polizeipräsidium Oberfranken. Skrzypczak war seit April 2016 der ständige Vertreter des Polizeipräsidenten. Schieder dankte dem bisherigen Vizepräsidenten: „Udo Skrzypczak hat durch seine hochengagierte Arbeit wesentlich zur sehr guten Sicherheitslage in Oberfranken beigetragen und überzeugt mit seiner gewinnenden menschlichen Art auf ganzer Linie. Für sein neues Spitzenamt als Präsident der Bayerischen Bereitschaftspolizei wünsche ich ihm alles erdenklich Gute und jederzeit eine glückliche Hand“.
© Foto: Polizeipräsidium Oberfranken

Polizeipräsidium Bayreuth: 100.000 neue Einsatzkräfte in Schwarz-Gelb

Seit April 2019 hat das Polizeipräsidium Oberfranken in Bayreuth ein ganzes Heer an neuen Einsatzkräften. „Achtung!“ steht auf einem gelb-schwarzen Hinweisschild auf dem Gelände. Gewarnt wird in diesem Fall nicht vor schnell startenden Einsatzfahrzeugen, sondern vor zwei Bienenvölkern, die fleißig vor Ort ihren Dienst tun.

Polizist und Hobbyimker stellt Bienenstöcke auf

Matthias Lindner, Polizist und Hobbyimker, stellte vor knapp vier Monaten zwei Bienenstöcke auf eine Wiese des Polizeigeländes an der Ludwig-Thoma-Straße in Bayreuth. Für die erste Honigernte rechnet er mit insgesamt etwa zwölf Kilogramm. „Nächstes Jahr dürfte der Ertrag deutlich höher liegen, bei etwa 40 Kilogramm“, schätzt Lindner, der die Bienen in seiner Freizeit betreut. Den Honig verkauft er an das Präsidium. Darüber wurde ein Vertrag geschlossen.

Geschenke des Präsidiums an Gäste

Die Bienen produzieren „Polizeigold“. So lautet das Etikett der Honiggläser, die vorwiegend als repräsentative und sinnvolle Geschenke des Präsidiums an Gäste genutzt werden. "Wenn ich beispielsweise einer Delegation der sächsischen oder tschechischen Polizei Honig überreichen kann, finde ich das origineller als etwa einen Kugelschreiber zu verschenken", so der oberfränkische Polizeipräsident Alfons Schieder.

© Polizeipräsidium Oberfranken© Polizeipräsidium Oberfranken

Einsatzgebiet vom Röhrensee bis hin zum Studentenwald

„Den Kollegen war vor allem wichtig, nicht gestochen zu werden“, berichtet Schieder über den Weg von der Idee zur Umsetzung. Ihre Friedfertigkeit stellten die Polizeibienen prompt unter Beweis, als Lindner Wabe für Wabe herausnahm und die darauf sitzenden Bienen umsichtig zurück in den Stock fegte. „Die Bienen beschränken sich natürlich nicht auf unsere Wiese“, sagt Lindner. „Ihr Einsatzgebiet dürfte von den nahegelegenen Linden über den Röhrensee bis hin zum Studentenwald reichen“, vermutet der Imker. Sein Plan ist, in den kommenden Jahren auf sechs Polizeibienenvölker aufzustocken. „Ich gehe davon aus, dass die Arbeitsbedingungen für die Bienen hier genauso gut sind wie für uns im Präsidium“, sagt Schieder.

Aktuell-Bericht vom Dienstag (13. August 2019)
Bayreuth: Polizei hat 100.000 neue uniformierte Kollegen
© TVO / Symbolbild

Oberfranken: Gewaltattacken gegen Polizisten nehmen zu

Insgesamt 679 Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte registrierte das Polizeipräsidium Oberfranken im vergangenen Jahr. Dies sind 8,3 Prozent oder 52 Fälle mehr als 2017. Von den betroffenen 2.022 Beamten erlitten über 200 bei den gewalttätigen Angriffen teils erhebliche körperliche Verletzungen.

Beamte werden fast täglich im Dienst attackiert

Nahezu täglich werden oberfränkische Polizisten von Straftätern beleidigt und körperlich oder gar mit Waffen angegriffen. Ein heftiger Fall von Gewalt gegenüber Beamten ereignete sich erst am frühen Sonntagmorgen auf dem Rehauer Wiesenfest (Landkreis Hof). Wie berichtet, war ein Großaufgebot an Einsatzkräften nötig, um eine Massenschlägerei mit rund 15 Personen zu stoppen. Mehrere Polizisten erlitten bei den Tumulten auf dem Festgelände erhebliche Verletzungen.

Steigende Respektlosigkeit und Gewaltbereitschaft

Bereits bei kleinen polizeilichen Maßnahmen, wie beispielsweise der Klärung von Sachverhalten und Identitätsfeststellungen, sehen sich die Beamten oftmals respektlosem oder gar aggressivem Verhalten gegenüber. Zu den meisten Fällen von Gewalt gegen Polizisten kam es bei Festnahmen und Unterbringungen. Mit 81 Fällen sind auch die Übergriffe gestiegen, bei denen überhaupt keine polizeiliche Maßnahme vorausging.

Tatort ist meist der öffentliche Raum

Die meisten Attacken auf Polizeibeamte, nämlich 319, ereigneten sich 2018 im öffentlichen Raum, auf Straßen, Wegen und Plätzen. An privaten Örtlichkeiten, wie im Wohn-, Haus- und Gartenbereich, kam es zu 122 Übergriffen. 83 Fälle registrierte die Oberfränkische Polizei in den Dienststellen und 25 in Fahrzeugen. Mit 18 Fällen, zeichnete sich ein leichter Rückgang, bei Delikten in Gaststätten und Diskotheken ab.

Beleidigungen und tätliche Angriffe an der Spitze

Im Jahr 2018 wurde im Strafgesetzbuch eigens der Tatbestand „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“ eingeführt und damit der Schutz der Beamten gestärkt, indem Attacken auch schon bei der Vornahme allgemeiner Diensthandlungen, wie beispielsweise im allgemeinen Streifendienst, gesondert unter Strafe gestellt werden. Dieser neue Straftatbestand wurde im Jahr 2018 in Oberfranken 183-mal erfüllt.

Darüber hinaus beging das polizeiliche Gegenüber 104-mal den Straftatbestand „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ und es kam zu 27 gefährlichen und 32 (einfachen) Körperverletzungsdelikten zum Nachteil der Beamten. Drei Angreifer müssen sich nach Attacken auf Polizisten außerdem wegen versuchten Tötungsdelikten strafrechtlich verantworten.

Die meisten Fälle registrierte die Oberfränkische Polizei jedoch bei den 291 zum Teil massiven Beleidigungen, die die Beamten von ihrem Gegenüber zu hören bekamen und auch hier den schwindenden Respekt gegenüber Polizeibeamten in der Gesellschaft verdeutlichen. Zusammengefasst belegen diese hohen Fallzahlen erneut, dass Beamte im polizeilichen Alltag stets mit einem steigenden Gefahrenpotential rechnen müssen.

Überwiegend männliche Täter und immer wieder Alkohol

Die 569 bei den Übergriffen ermittelten Tatverdächtigen mit überwiegend deutscher Staatsangehörigkeit setzen sich aus 481 Männern und 88 Frauen zusammen. Fast drei Viertel der Täter (397 Personen) hatten berauschende Substanzen zu sich genommen. Hiervon hatten über 80 Prozent der Tatverdächtigen Alkohol oft auch in Verbindung mit Drogen konsumiert.

 Polizisten werden für ihre Einsätze trainiert

Auf Grundlage des Lagebildes „Gewalt gegen Polizeibeamte“ werden die gewonnenen Erkenntnisse für Einsatzstrategien und -konzepte effektiv umgesetzt. Dass die oberfränkischen Polizeibeamten tätliche Übergriffe trotz ihrer hohen Anzahl überwiegend abwehren konnten, beziehungsweise die Angriffe oftmals glimpflich ausgingen, ist nicht zuletzt auch den aufwändigen Schulungsmaßnahmen im Bereich des polizeilichen Einsatztrainings zu verdanken. Bei den stets weiter entwickelten Einsatz- und Schießmodulen werden die Beamten für Ernstfälle sensibilisiert und fortgebildet. Als Maßstab gilt, in unterschiedlichen Situationen das mögliche Konflikt- und Gewaltpotential zu erkennen, um im Ernstfall angemessen darauf reagieren zu können.

 Oberfrankenweite Einführung der Body-Cam im Herbst

Darüber hinaus setzt die Oberfränkische Polizei auf die bereits bei einigen bayerischen Verbänden eingeführte Body-Cam, als weiteres Einsatzmittel für eine eskalationsfreie Einsatzbewältigung. Die deutlich erkennbare Möglichkeit einer Videoaufzeichnung kann zu einer höheren Hemmschwelle bei möglichen Tätern vor gewalttätigen Übergriffen gegen die Polizei beitragen. Die Auslieferung der Body-Cam an die oberfränkischen Polizeidienststellen ist im Herbst dieses Jahres geplant.

Studiotalk vom Dienstag (09. Juli 2019)
Oberfranken: Gewalt gegenüber der Polizei nimmt immer weiter zu
© Polizeipräsidium Oberfranken

Oberfranken: 53 neuen Polizistinnen & Polizisten im Einsatz

53 neue Kolleginnen und Kollegen leisten seit dem gestrigen Freitag (1. März) ihren Dienst für die Sicherheit der oberfränkischen Bevölkerung. Polizeipräsident Alfons Schieder begrüßte die Beamtinnen und Beamten bei einer zentralen Veranstaltung im Polizeipräsidium Oberfranken in Bayreuth. Weiterlesen
© Bayerische Bereitschaftspolizei / TVO

Oberfranken: Alfons Schieder wird neuer Polizeipräsident

Alfons Schieder wird neuer Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Oberfranken. Damit wird der 50-Jährige Nachfolger vom derzeitigen Polizeipräsidenten Reinhard Kunkel, der Ende März 2017 in den Ruhestand geht.

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© Polizeipräsidium Oberfranken

Oberfranken: Udo Skrzypczak neuer Polizeivizepräsident

An der Spitze der oberfränkischen Polizei steht ein Wechsel an: Nach rund 45 Dienstjahren geht der bisherige Polizeivizepräsident Werner Mikulasch (Bild, mitte) am 31. März in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird der Leitende Polizeidirektor Udo Skrzypczak (Bild, rechts). Er tritt seinen Dienst am 1. April an.

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Bayreuth: Polizeipräsidium bekommt Verstärkung

Der oberfränkische Polizeipräsident Reinhard Kunkel hat am Donnerstag (3. März) 39 neue Kolleginnen und Kollegen im Polizeipräsidiums Oberfranken in Bayreuth begrüßt. Die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten seit 1. März Dienst bei der oberfränkischen Polizei.

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Polizei Oberfranken: Bürgerwehren nicht erwünscht!

Das Thema Sicherheit in Deutschland, eines der höchsten Güter unserer Gesellschaft, wird derzeit kontrovers diskutiert. Die Situation hat sich nach den Terrorattacken und den Vorfällen in der Kölner Silvesternacht verändert. Die Menschen haben Angst. Sie rüsten auf. Auch in Oberfranken! Die Anträge auf einen kleinen Waffenschein haben im Landkreis Hof ein Rekordniveau erreicht. Zudem diskutiert man am Stammtisch, auf der Straße und daheim das Thema „Bürgerwehr“.

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Kriminalstatistik 2013: Weniger Straftaten – Mehr Fälle aufgeklärt

Wir leben immer sicherer hier in Oberfranken! Das ist das Ergebnis der Kriminalstatistik für das Jahr 2013, die am heutigen Freitag (14.03.2014) im Polizeipräsidium Oberfranken präsentiert wurde. Nach dieser Statistik hat die Anzahl der registrierten Straftaten 2013 abgenommen! Und noch eine gute Nachricht: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Fälle, die aufgeklärt werden konnten, auf 71,1 Prozent an. Die oberfränkischen Polizisten liegen damit im bayernweiten Vergleich auf Platz Eins! Mehr dazu ab 18:00 Uhr in “Oberfranken Aktuell“.   Die oberfränkische Kriminalstatistik 2013 als pdf-Download (0,3 MB) zum Download Die ergänzenden Grafiken zur oberfränkischen Kriminalstatistik 2013 als pdf-Download (3,4 MB) zum Download