Mit einem behördenübergreifenden Fahndungseinsatz haben Bundes- und Landespolizei am Sonntag (31. Mai) ein deutliches Zeichen gegen illegale Migration und grenzüberschreitende Kriminalität gesetzt. Im Fokus der mehrstündigen Kontrollaktion standen die Autobahnen 93 und 72. Neben der Grenzpolizeiinspektion Selb und der Bundespolizei waren auch mehrere Staatsanwälte direkt an dem Einsatz beteiligt.
Brisantes Versteck bei Kleinbus-Kontrolle
Ein erster Ermittlungserfolg ließ nicht lange auf sich warten: Gleich zu Beginn der Aktion gegen 15:00 Uhr nahmen die Einsatzkräfte auf der A72 einen Kleinbus ins Visier, der mit pfünf polnischen Staatsangehörigen besetzt war. Bei der Durchsuchung eines 32-jährigen Insassen machten die Beamten eine brisante Entdeckung: Der Mann hatte in seiner Unterhose eine Tüte mit Betäubungsmitteln versteckt. Damit nicht genug, führte er zudem einen Schlagring sowie ein nach dem Waffengesetz verbotenes Butterflymesser mit sich. Gegen den 32-jährigen Beschuldigten wurde ein Strafverfahren wegen der illegalen Einfuhr von Betäubungsmitteln und Verstößen gegen das Waffengesetz eingeleitet.
Bilanz des Großeinsatzes
Bis zum Ende des Einsatzes um 23:00 Uhr zogen die Fahnder eine Bilanz, die die Notwendigkeit solcher Kontrollen unterstreicht. Insgesamt wurden 122 Personen und 55 Fahrzeuge eingehend überprüft. Dabei registrierten die Beamten insgesamt 13 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, das Antidopinggesetz sowie das Waffengesetz.
Enge Zusammenarbeit der Behörden fruchtet
Die weiteren Ermittlungen zu den einzelnen Delikten werden von der Grenzpolizeiinspektion Selb in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Hof geführt. Nach Angaben der beteiligten Behörden zeigt das Gesamtergebnis der Aktion einmal mehr, wie effektiv und bedeutend die enge Verzahnung von Bundespolizei, Landespolizei und Justiz bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität in der Region ist.