Mi., 26.04.2023 , 14:24 Uhr

Bayern / Oberfranken

Bamberg / München: Serie von Geldautomatensprengungen - Polizei nimmt weitere Männer fest

Drei mutmaßliche Täter in den Niederlanden festgenommen

Ende Januar vollzogen Polizei und Justiz in den Niederlanden und Belgien neun Haftbefehle und durchsuchten mehrere Objekte. Hintergrund der Razzia waren die Geldautomatensprengungen in den letzten Monaten in Bayern und Baden-Württemberg. Wir berichteten! Nun wurden drei weitere Verdächtige festgenommen. Darüber informierte am Mittwoch (26. April) das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA).

Razzia am 30. Januar

Am 30. Januar fand die groß angelegte Festnahme- und Durchsuchungsaktion am in den Niederlanden und Belgien statt. Neben den Festnahmen wurden 16 Objekte durchsucht. Umfangreiche Beweismittel wurden sichergestellt. Nach drei weiteren Mittätern, gegen die bereits Haftbefehle vorlagen, wurde weiter gefahndet.

Drei Festnahmen in den Niederlanden

Am 15. Februar konnten von niederländische Ermittler einen Verdächtigen, einen 29 Jahre alten Afghanen in Bussum (Niederlande) festnehmen. Bei den beiden letzten Flüchtigen klickten am 07. April in Amsterdam und Houten ebenfalls die Handschellen. Bei ihnen handelt es sich um niederländische Staatsangehörige im Alter von 29 und 22 Jahren, so das BLKA.

Ermittler zählen aktuell mindestens 90 Straftaten

Mittlerweile wirft die Staatsanwaltschaft Bamberg der Gruppe mindestens 90 Straftaten vor. Die Tatorte befinden sich in Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig Holstein und Thüringen.

Mittlerweile wertete die Ermittlungsgruppe mehr als 200 Spuren aus. Durch die niederländischen Behörden wurden bereits am 13. Februar und 1.000 sichergestellte Beweismittel übergeben, darunter mehr als 40 Mobiltelefone.

Tatverdächtige nach Deutschland überstellt

Am 20. April wurden acht Tatverdächtige von Spezialkräften der Bayerischen Polizei und der Bundespolizei von den Niederlanden nach Deutschland überführt. Hier wurde ihnen von einem Richter des Amtsgerichtes Bamberg jeweils der Haftbefehl eröffnet. Anschließend kamen sie in unterschiedlichen Gefängnissen unter. Gegen die übrigen Männer laufen Verfahren zur Auslieferung. Die Ermittlungen laufen unterdessen weiter.

Aktuell-Bericht vom 02.02.2023

Staatsanwaltschaft Bamberg: Geldautomatensprenger im Ausland gefasst
Bayern Belgien BLKA Festnahme Geldautomat Geldautomatensprengung Landeskriminalamt Niederlande Oberfranken Razzia Sprengung

Das könnte Dich auch interessieren

21.11.2025 Internationaler Ermittlungserfolg: Polizei sprengt Callcenter für Schockanrufe in der Slowakei Der Polizei ist ein Schlag gegen eine mutmaßliche Betrügerzelle gelungen. Internationale Ermittlungen der Kriminalpolizei mit Zentralaufgaben Oberfranken unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Bayreuth führten am 14. November 2025 zur Aufdeckung und Zerschlagung eines Callcenters für Schockanrufe in der Slowakei. Dies teilte das Polizeipräsidium Oberfranken am heutigen Freitag (21. November) mit. 09.09.2026 Oberfranken / Deutschland: Sechster bundesweiter Warntag am 10. September 2026 Am Donnerstag (10. September) findet der diesjährige bundesweite Warntag statt. An diesem Aktionstag erproben Bund und Länder sowie die auf freiwilliger Basis teilnehmenden Kreise, kreisfreien Städte und Gemeinden in einer gemeinsamen Übung ab etwa 11:00 Uhr ihre Möglichkeiten zur Warnung der Bevölkerung. 07.08.2026 Zahl der tödlichen Badeunfälle steigt: 2026 sind bereits 54 Menschen in Bayern ertrunken Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat für 2026 eine Zwischenbilanz veröffentlicht. Diese zeigt, dass bislang bereits 54 Menschen in Bayern ertrunken sind. Das sind drei mehr als im Vorjahr und mehr als in jedem anderen Bundesland. Allein in Oberfranken sind vier Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Die DLRG äußert sich zu möglichen Risikofaktoren und appelliert an die Bevölkerung. 16.07.2026 Schlussstrich für Söder?: ÖDP fordert Begrenzung der Amtszeit! Die ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei) will laut Medienberichten die Amtszeit des bayerischen Ministerpräsidenten per Volksbegehren begrenzen und dafür die Bayerische Verfassung ändern. Aus Sicht der CSU stecke hinter dem Vorstoß jedoch weniger ein allgemeines demokratisches Anliegen als vielmehr der Versuch, Ministerpräsident Markus Söder politisch zu treffen.