Der deutsche Staat steigt beim Übertragungsnetzbetreiber Tennet ein. Der Bund übernimmt 25,1 Prozent an Tennet Germany und kauft den Anteil für 3,3 Milliarden Euro vom niederländischen Staat. Eine besondere regionale Bedeutung hat das Unternehmen auch für Oberfranken: Die Tochtergesellschaft Tennet TSO hat ihren Sitz in Bayreuth.
Weitere Milliarden bis 2035
Weitere Milliarden sind bis 2035 für künftige Kapitalerhöhungen eingeplant. Tennet betreibt mit rund 14.000 Kilometern das größte Höchstspannungsnetz Deutschlands. Ziel des Staatseinstiegs ist es, den Ausbau der Stromnetze und die Energiewende abzusichern.
Finanzierung stabilisieren und beschleunigen
Mit dem Einstieg des Bundes soll die Finanzierung großer Netzinfrastrukturprojekte stabilisiert und beschleunigt werden. Die Beteiligung ermöglicht dem Staat zudem strategischen Einfluss auf zentrale Investitionsentscheidungen.
Planungssicherheit für den Netzausbau
Die Beteiligung sowohl privater Investoren als auch der deutschen Bundesregierung stärke die Kapitalbasis von Tennet Germany strukturell, heißt es in der Pressemeldung des Netzbetreibers. Dies schaffe Planungssicherheit für den notwendigen Netzausbau in Deutschland und trage zu einem robusten und widerstandsfähigen europäischen Stromsystem bei.