Do., 19.03.2026 , 12:57 Uhr

Stadt Bayreuth

Bayreuth: Drohnen werden zur großen Gefahr für Störche

Geldstrafen drohen bei Flügen über den Horsten

In Bayreuth sind die ersten Störche eingetroffen. Damit die Brutzeit erfolgreich verläuft, ist es entscheidend, die Nester nicht zu stören. Darauf macht das Amt für Umwelt- und Klimaschutz der Stadt in einer Pressemitteilung aufmerksam. Vor allem Feuerwerke und Drohnen wurden in den letzten Jahren zur Gefahr für die Tiere.

Weißstorch bedroht 

Der Weißstorch gilt als kulturelles Symbol und wichtiger Botschafter für den Naturschutz. Dennoch ist er im Laufe seines Lebens zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Viele der in unserer Region verunglückten Tiere kommen durch Stromschläge an Freileitungsmasten ums Leben. Zudem erschweren zunehmend schlechtere Nahrungsbedingungen das Überleben der Art.

Vögel geraten in Panik 

In den vergangenen Jahren sind weitere Risiken hinzugekommen: Dazu zählen vor allem Feuerwerke in der Nähe von Nestern sowie Drohnenflüge über den Horsten. Feuerwerke können dazu führen, dass die Altvögel in Panik ihr Gelege oder ihre Jungtiere verlassen. In der Folge kühlen die Eier aus oder die Jungvögel verhungern beziehungsweise werden zur leichten Beute für Greifvögel. Ähnliche Reaktionen können auch durch Drohnen ausgelöst werden.

Störung der Weißstörche ist eine Ordnungswidrigkeit 

Aus diesem Grund sollte während der Brutzeit von Anfang April bis Ende August auf Feuerwerke in der Umgebung von Storchenhorsten verzichtet werden. Die Stadt appelliert außerdem dringend, keine Drohnen in der Nähe der Nester fliegen zu lassen. Erhebliche Störungen von Weißstörchen während der Brutzeit stellen eine Ordnungswidrigkeit nach dem Bundesnaturschutzgesetz dar und können mit einer Geldbuße geahndet werden.

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