Im festgefahrenen Tarifstreit der bayerischen Milchwirtschaft verschärft sich der Konflikt: Bei Bayernland in Bayreuth kommt es am Montag (13. Juli) zu einem ganztägigen Warnstreik. Die Beschäftigen werden ab 04:30 Uhr die Arbeit niederlegen. In der letzten Woche kam es bereits bei BMI in Zapfenforf (Landkreis Bamberg) zu einem Warnstreik.
Bislang keine Einigung erzielt
Mit einem ganztägigen Warnstreik wollen die Beschäftigten von Bayernland in Bayreuth den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Hintergrund ist die laufende Tarifrunde in der bayerischen Milchwirtschaft, in der auch nach der zweiten Verhandlungsrunde keine Einigung erzielt wurde.
Forderungen der NGG
Die Gewerkschaft NGG fordert unter anderem eine Entgelterhöhung von 4,1 Prozent, 80 Euro mehr Ausbildungsvergütung sowie eine zusätzliche Sonderzahlung im Umfang von fünf Arbeitstagen pro Jahr, die auf Wunsch auch in Freizeit umgewandelt werden kann.
Nach Angaben der NGG habe eine Beschäftigtenbefragung gezeigt, dass der Wunsch nach mehr Entlastung besonders groß sei.
Angebot der Arbeitgeberseite zu niedrig
Das Angebot der Arbeitgeber (1,9 Prozent mehr Geld) reicht aus Sicht der Gewerkschaft nicht aus und würde den 20.000 Beschäftigten in der bayerischen Milchwirtschaft weniger Mitbestimmung sowie eine höhere Belastung bringen. Da auch bei Löhnen und der Laufzeit eines neuen Tarifvertrags weiterhin erhebliche Differenzen bestehen, kommt es nun zum Warnstreik bei Bayernland in Bayreuth.