Am Dienstag (13. Januar) erstatteten unabhängig voneinander zwei Männer Anzeige bei der Polizei in Hof. Sie wurden Opfer eines vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiters.
„Microsoft-Mitarbeiter“ bucht Geld vom Konto der Geschädigten
Die beiden Männer im Alter von 82 und 63 Jahren stellten zuvor fest, dass ihre jeweiligen Computer offenbar gesperrt waren. Über ein sich öffnendes Fenster wurden sie aufgefordert, einen vermeintlichen Mitarbeiter der Firma Microsoft anzurufen. Dieser brachte die beiden Geschädigten anschließend in Telefonaten dazu, ihm Fernzugriff auf ihre Computer zu ermöglichen und ihre Bankdaten preiszugeben. Dies nutzte der unbekannte Täter aus, um mehrere Geldbeträge von den Konten der beiden Männer abzubuchen. Insgesamt entstand dadurch ein Vermögensschaden von fast 5.000 Euro.
Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche
Diese Masche wird bereits seit vielen Jahren von Kriminellen verwendet, um gutgläubige Geschädigte um teils erhebliche Geldsummen zu bringen. Teilweise werden zuvor über schadhafte E-Mails oder Links Viren auf die Computer der Betroffenen eingeschleust, wodurch diese anschließend gesperrt werden. In anderen Fällen ist der Computer tatsächlich gar nicht gesperrt – dies wird nur in einem Pop-up-Fenster vorgetäuscht. Um wieder Zugriff auf ihre Daten zu erlangen, folgen viele Geschädigte den Anweisungen der vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiter. Diese setzen ihre Opfer regelmäßig zusätzlich unter Druck, indem sie mit dem angeblich drohenden Verlust aller Daten drohen. Die unbekannten Täter agieren häufig in bandenmäßig organisierten Strukturen im Ausland und sind daher nur sehr selten zu ermitteln. Das ergaunerte Geld ist in den meisten Fällen verloren.