Mit Beginn der Setzzeit im Mai, Juni und Juli weist die Untere Jagdbehörde am Landratsamt Coburg eindringlich darauf hin, Rehkitze in der Natur keinesfalls anzufassen oder mitzunehmen. Da kann sich massiv auf die Tiere auswirken.
Rehkitze im Gras gezielt abgelegt
Immer wieder kommt es vor, dass Spaziergänger vermeintlich verlassene Rehkitze in Wiesen oder am Waldrand entdecken. Entgegen dieser Annahme handelt es sich jedoch um ein natürliches Verhalten. Die Ricke legt ihr Jungtier in den ersten Lebenswochen gezielt im hohen Gras ab und kehrt nur zum Säugen zurück. Auf diese Weise sind die Kitze, die noch keinen Eigengeruch besitzen und durch ihr geflecktes Fell gut getarnt sind, optimal vor Fressfeinden geschützt.
Mutter verlässt Kitz mit menschlichem Geruch
Ein Eingreifen durch den Menschen kann fatale Folgen haben. Wird ein Kitz berührt, haftet menschlicher Geruch an ihm, was dazu führen kann, dass die Mutter ihr Jungtier nicht mehr annimmt. Das Tier wäre dann schutzlos und würde verhungern.
Hinweise der Unteren Jagdbehörde:
Jagdbehörde am Landratsamt informieren
Nur wenn ein Rehkitz offensichtlich verletzt, krank oder eindeutig verwaist ist, sollte gehandelt werden. In solchen Fällen wird empfohlen, die Polizei zu informieren, damit der zuständige Jagdpächter verständigt werden kann. Alternativ steht die Untere Jagdbehörde werktags vormittags unter der Telefonnummer 09561/514-3105 zur Verfügung. In den meisten Fällen ist es die beste Hilfe, ein Rehkitz in Ruhe zu lassen und Abstand zu halten.