UPDATE (Dienstag, 16. Juni 2026 / 12:03 Uhr)
Der Auftakt zur Deutschen Segelflugmeisterschaft am Flugplatz Burg Feuerstein verlief für drei Piloten anders als geplant. Da am Montag (15. Juni) die thermischen Aufwinde gegen Abend unerwartet einbrachen, reichte der Auftrieb nicht für den Rückflug. Die Flieger mussten auf Freiflächen nahe der A73 bei Unterstürmig (Landkreis Forchheim) kontrolliert außenlanden.
Bruchlandung im Graben nach Rückenwind
Während zwei der Piloten problemlos aufsetzten, geriet ein 21-Jähriger im Landeanflug in Bedrängnis. Aufgrund von starkem Rückenwind glitt seine Maschine über ein Maisfeld hinaus, überquerte eine Flurstraße und prallte mit der Front in einen Graben.
Pilot unverletzt, 10.000 Euro Sachschaden
Der junge Pilot kam bei dem Unfall mit dem Schrecken davon und blieb unverletzt. Am Segelflugzeug entstand jedoch ein Sachschaden von rund 10.000 Euro. Die Bergung der beschädigten Maschine übernahm der Besitzer selbst.
ERSTMELDUNG (Dienstag, 16. Juni 2026 / 8:46 Uhr)
Ungewöhnlicher Zwischenfall am Montag (15. Juni) im Landkreis Bamberg: Gleich drei Segelflugzeuge mussten fast zeitgleich in der Nähe der A73 notlanden. Das berichtet die Agentur "News5". Während zwei Piloten ihre Maschinen unbeschadet auf den Feldern aufsetzen konnten, endete der Landeversuch eines dritten Piloten in einer Böschung. Glück im Unglück: Alle drei Piloten blieben unverletzt. Gegen 18:00 Uhr ging bei den Rettungskräften die erste Meldung über den Absturz eines Segelfliegers direkt neben der A73 bei Buttenheim (Landkreis Bamberg) ein. Die Leitstelle alarmierte daraufhin umgehend die umliegenden Feuerwehren sowie den Rettungsdienst. Vor Ort stellte sich die Situation für die Einsatzkräfte jedoch schnell weitaus dynamischer und unübersichtlicher dar als zunächst angenommen: In einem Radius von nur rund 600 Metern waren gleich drei Flugzeuge niedergegangen.
Zwei glückliche Landungen direkt an der Autobahn
Der erste Pilot hatte laut ersten Informationen der Einsatzkräfte die wenigsten Probleme. Dem 58-Jährigen gelang es, seinen Segler nur wenige Meter neben der viel befahrenen Autobahn sicher auf einem Feld zu landen. Sowohl der Pilot als auch das Flugzeug blieben dabei komplett unversehrt. Fast zeitgleich setzte der zweite Flieger zur Landung an. Der Pilot überquerte im Tiefflug noch die Kreisstraße BA9 zwischen Buttenheim und Unterstürmig (Landkreis Forchheim), bevor er seine Maschine auf einer angrenzenden Wiese sicher aufsetzte. Auch er kam mit dem Schrecken davon.
Bruchlandung in der Böschung sorgt für hohen Sachschaden
Deutlich rabiater verlief die Notlandung des dritten Piloten, eines 21-jährigen Mannes, einige hundert Meter weiter südlich kurz vor Unterstürmig. Der junge Pilot hatte beim Aufsetzen auf das Feld noch zu viel Geschwindigkeit. Die Maschine schoss über das Feld hinaus, überquerte unkontrolliert einen Feldweg und krachte schließlich mit voller Wucht in eine Böschung. Während der 21-Jährige wie durch ein Wunder ebenfalls völlig unverletzt aus dem Cockpit steigen konnte, entstand an dem Segelflieger erheblicher Schaden. Die Polizei beziffert den Sachschaden auf rund 10.000 Euro.
Thermik-Abriss bei der Deutschen Meisterschaft
Wie sich kurz nach den Landungen herausstellte, handelte es sich bei den drei Piloten um Teilnehmer der Deutschen Segelflugmeisterschaft, die derzeit am nahegelegenen Flugplatz Burg Feuerstein ausgetragen wird. Als Ursache für die plötzliche Massen-Notlandung vermuten Experten einen plötzlichen Abriss der Thermik, der den Seglern sprichwörtlich den Aufwind unter den Flügeln wegnahm und sie zum sofortigen Sinkflug zwang.