In den vergangenen Monaten stellten Polizeibeamte im Raum Hof bei Personenkontrollen wiederholt sogenannte „Zombie-“ oder „Baller-Liquids“ sicher, die über E-Zigaretten oder Vapes konsumiert werden. In diesem Zusammenhang wurden auch neun mutmaßliche Dealer festgenommen. TVO hat darüber berichtet.
Polizei und Stadt Hof starten gemeinsame Präventionskampagne
Vor diesem Hintergrund startet die Polizei Oberfranken eine mehrstufige Präventionskampagne. Ziel ist es, insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene frühzeitig über die erheblichen Risiken aufzuklären. Gleichzeitig sollen Eltern und Lehrkräfte als wichtige Ansprechpartner sensibilisiert und mit gezielten Informationen versorgt werden.
Hinweise für Schulen und Eltern
Die Stadt Hof unterstützt die Kampagne aktiv durch ihr kommunales Netzwerk, um relevante Hinweise schnell und zielgerichtet an Schulen und Eltern weiterzugeben. Zum offiziellen Auftakt der Kampagne trafen sich Oberbürgermeisterin Eva Döhla, der Leiter der Kriminalpolizei Hof, Uwe Müller, sowie der Leiter der Polizeiinspektion Hof, Günter Greim.
Prävention lebt von Zusammenarbeit. Wenn wir Eltern, Schulen und Institutionen frühzeitig informieren, schaffen wir die Grundlage dafür, Jugendliche wirksam zu schützen.
Eva Döhla, Oberbürgermeisterin Hof
Im Rahmen der Kampagne wird das bestehende Sicherheitskonzept „Sicher in Hof leben“ konsequent fortgeführt. Dieses beinhaltet unter anderem gezielte Schwerpunktkontrollen, bei denen auch der illegale Besitz und Konsum entsprechender Substanzen verstärkt überprüft wird.
Prävention und Kontrolle gehören für uns untrennbar zusammen. Neben der Aufklärung setzen wir weiterhin auf gezielte Kontrollen, um frühzeitig einzugreifen und Risiken zu minimieren.
Günter Greim, Leiter Polizeiinspektion Hof
Kampagne mehrstufig aufgebaut
Die Präventionskampagne ist mehrstufig aufgebaut. Zunächst werden Eltern und Lehrkräfte über Informationsschreiben sowie über eine zentrale Informationsplattform angesprochen. Dort stehen weiterführende Inhalte in Text- und Videoform zur Verfügung. Ziel ist es, ein einheitliches Problembewusstsein zu schaffen und klar zu vermitteln: Baller-Liquids sind verbotene Drogen und bergen unkalkulierbare Risiken.
Information über QR-Codes
Ergänzend werden an weiterführenden Schulen Informationsplakate mit QR-Codes angebracht, die direkt auf eine jugendgerecht aufbereitete Informationsseite führen. Zudem informieren Präventionsbeamte der Polizei im Schulunterricht über die Gefahren illegaler Liquids und den Konsum von E-Zigaretten.
Prävention ist besonders wirksam, wenn Jugendliche die gleichen Botschaften aus verschiedenen Richtungen erhalten – von Schule, Elternhaus und Polizei.
Uwe Müller, Leiter Kriminalpolizei Hof
Flankierend setzt die Polizei Oberfranken auf digitale Kommunikationskanäle. Über Social-Media-Videos sollen zusätzlich Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte erreicht werden.
Hintergrund:
„Zombie-“ oder „Baller-Liquidss enthalten synthetische Cannabinoide, unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz und sind illegal. Der Konsum kann schwere gesundheitliche Folgen haben – von Benommenheit und Halluzinationen bis hin zu Kreislaufzusammenbrüchen und lebensbedrohlichen Zuständen.