Ein aufmerksamer Senior hat am Donnerstag (18. Juni) im Forchheimer Stadtteil Burk die dreiste Masche von Telefonbetrügern eiskalt durchkreuzt. Statt auf die Forderungen falscher Polizisten hereinzufallen, lockte der 67-Jährige die Kriminellen in eine Falle und ermöglichte der echten Polizei die Festnahme eines Komplizen.
Der Klassiker: Einbruch in der Nachbarschaft vorgetäuscht
Gegen 13:00 Uhr klingelte das Telefon des Seniors. Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein Unbekannter, der sich fälschlicherweise als Polizeibeamter ausgab. Der Anrufer tischte dem Mann die bekannte Lügengeschichte auf, dass in der Nachbarschaft eingebrochen worden sei. Zum Schutz vor den vermeintlichen Dieben und zur „Registrierung“ solle der Forchheimer seine Wertgegenstände und sein Ersparte umgehend einem Kollegen übergeben. Der 67-Jährige durchschaute den Betrugsversuch jedoch sofort. Geistesgegenwärtig ließ er sich zum Schein auf das Gespräch ein und vereinbarte eine Übergabe. Parallel dazu verständigte er über ein weiteres Telefon heimlich den echten Polizeinotruf.
Zugriff bei der Geldübergabe – Haftbefehl erlassen
Die echten Beamten legten sich an der Wohnadresse des Seniors auf die Lauer. Als der angekündigte Geldabholer schließlich an der Haustür auftauchte und eine vorbereitete Tasche mit vermeintlich wertvollem Inhalt entgegennahm, schlugen die Polizisten zu. Sie nahmen den 31-jährigen Abholer, einen ukrainischen Staatsangehörigen, noch vor Ort vorläufig fest. Der Fahndungserfolg hat für den Tatverdächtigen nun spürbare Konsequenzen: Am Freitagvormittag wurde der 31-Jährige auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten banden- und gewerbsmäßigen Betrugs in Tateinheit mit Amtsanmaßung. Der Mann wurde umgehend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die weiteren Ermittlungen zu den Hintermännern führt die Kriminalpolizei Bamberg.