Mit 27 Einsatzkräften hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Schweinfurt am Dienstag (10. März) Baustellen in Oberfranken überprüft. Die Kontrollen fanden im Rahmen einer bundesweiten Schwerpunktaktion des Zolls zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung im Baugewerbe statt.
Beschäftigungsverhältnisse im Fokus der Kontrollen
Die Beamtinnen und Beamten nahmen mehrere Bauprojekte in Oberfranken unter die Lupe. Dabei wurden insgesamt 58 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt.
Besonders Augenmerk auf Zahlung der Mindestlöhne
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Einhaltung sozialversicherungsrechtlicher Vorschriften, der ordnungsgemäßen Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte, einem möglichen unrechtmäßigen Bezug von Sozialleistungen sowie auf der Zahlung der vorgeschriebenen Mindestlöhne.
Mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet
Bereits während der Einsätze vor Ort leiteten die Einsatzkräfte acht Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen ausländerrechtliche Vorschriften ein. In mehreren Fällen bestand insbesondere der Verdacht auf illegalen Aufenthalt oder auf die Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte ohne gültige Arbeitserlaubnis. Darüber hinaus ergaben sich in rund 12 weiteren Fällen Hinweise auf mögliche Verstöße, die nun in weiterführenden Ermittlungen überprüft werden.
Detaillierte Auswertung beginnt
An die Kontrollen vor Ort schließt sich jetzt die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten an. Dabei steht das Hauptzollamt Schweinfurt im engen Austausch mit Partnerbehörden wie der Deutschen Rentenversicherung und den Ausländerbehörden.
Geteilte Verantwortung der Hauptzollämter
Das Hauptzollamt Schweinfurt ist bis aus die Landkreise Hof und Wunsiedel für Oberfranken verantwortlich. Den Rest betreut das Hauptzollamt Regensburg. Hier sind trotz Anfrage von TVO noch keine Zahlen übermittelt worden. Sobald diese vorliegen, werden wir den Artikel aktualisieren.