Mit einer besonders perfiden Betrugsmasche haben Unbekannte am Mittwoch (10. Juni) eine Seniorin aus Hof um ihr Erspartes gebracht. Die Täter täuschten eine medizinische Notlage vor und erbeuteten einen niedrigen sechsstelligen Eurobetrag. Die Kriminalpolizei Hof hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht dringend nach Zeugen.
Die Masche: Emotionale Erpressung am Telefon
Im Laufe des Mittwochnachmittags erhielt die Rentnerin den Anruf eines bislang unbekannten Mannes. Der Betrüger tischte der Frau eine dramatische Lügengeschichte auf: Ihr Sohn sei schwer an Krebs erkrankt und benötige dringend eine spezielle, kostspielige medizinische Behandlung. Durch den massiven psychischen Druck gelang es dem Anrufer schließlich, die besorgte Seniorin zur Herausgabe einer immensen Summe Bargeld zu bewegen.
Geldübergabe im Egerländerweg
Die Übergabe des Geldes fand zwischen 14:00 Uhr und 15:00 Uhr im Egerländerweg statt. Dort händigte die Seniorin das Bargeld, das sich in einem weißen Stoffbeutel befand, an einen unbekannten Abholer aus. Eine sofort nach Bekanntwerden des Betrugs eingeleitete Fahndung der Polizei verlief ergebnislos.
Der Geldabholer wird wie folgt beschrieben:
Kriminalpolizei bittet um Hinweise
Die Ermittler der Kripo Hof richten nun einen Appell an die Bevölkerung. Zeugen, die am Mittwochnachmittag im Bereich des Egerländerwegs verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben oder Hinweise auf den beschriebenen Geldabholer geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09281/704-0 bei der Polizei zu melden.
Schützen Sie sich: Tipps der Polizei gegen Telefonbetrug
Um nicht selbst Opfer solcher dreisten Betrugsmaschen zu werden, rät die Polizei zu erhöhter Wachsamkeit:
Bereits in den vergangenen Tagen gab es immer wieder Schockanrufe, teilweise mit erheblicher Beute. Die Polizei hat außerdem weiterführende Warnhinweise herausgegeben.