Di., 27.09.2022 , 16:49 Uhr

Landkreis Wunsiedel

Landkreis Wunsiedel: Strahlenschutz-Training im Fichtelgebirge

Hubschrauber-Flüge im Bereich der deutsch-tschechischen Grenze

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und die Bundespolizei trainieren seit dem Dienstag (27. September) im östlichen Fichtelgebirge, von Hubschraubern aus die Radioaktivität am Boden zu messen. Derartige Hubschrauber-Messungen finden regelmäßig statt, um jederzeit auf einen realen Einsatzfall vorbereitet zu sein, so die Behörde zu der Aktion.

Üben für den Notfall

Zu den möglichen Einsatzszenarien gehört laut dem Bundesamt eine radioaktive Kontamination nach einem Unfall in einem deutschen Kernkraftwerk oder im benachbarten Ausland: Gelangen radioaktive Stoffe in die Umwelt, können Radioaktivitätsmessungen von Hubschraubern aus dazu beitragen, schnell das genaue Ausmaß der Kontamination eines Gebietes zu ermitteln. Die Ergebnisse liefern in der Folge wertvolle Informationen für die Behörden, die über Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung entscheiden müssen. In einem radiologischen Notfall kann eine Fläche von rund 100 Quadratkilometern innerhalb von etwa drei Stunden überflogen und kartiert werden. Die Messresultate liegen bereits kurz nach der Landung vor.

Messflüge zwischen 08:00 Uhr und 16:00 Uhr

Die Messflüge finden bis zum 29. September jeweils im Zeitraum von 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr statt. Hierbei ist ein Hubschrauber der Bundespolizei im Einsatz, der das Messgebiet in einer Höhe von etwa 90 Metern in parallelen Bahnen oder spiralförmig überfliegt.

Messgebiet an der deutsch-tschechischen Grenze

Das Messgebiet erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 10 x 20 Kilometern entlang der deutsch-tschechischen Grenze. Die westliche Begrenzung des Gebiets liegt etwas westlich der Autobahn A93. Der nordwestlichste Punkt des Messgebiets liegt bei Schönwald, der südöstlichste bei Arzberg. Selb, Thierstein, Höchstädt im Fichtelgebirge und Thiersheim liegen innerhalb des Messgebiets.

Zusammenarbeit mit der Bundespolizei

Bei der Maßnahme arbeiten das Bundesamt für Strahlenschutz und die Bundespolizei bereits seit vielen Jahren eng zusammen. Die Bundespolizei stellt dabei Hubschrauber und deren Besatzung zur Verfügung. Die BfS-Fachkräfte führen an Bord die Messungen durch und stellen den Strahlenschutz aller Beteiligten sicher.

Bundesamt für Strahlenschutz Bundespolizei Fichtelgebirge Hubschrauber Landkreis Wunsiedel Radioaktivität Training

Das könnte Dich auch interessieren

09.03.2026 Schönwald: Diebe haben keine Chance gegen Drohne und Hubschrauber Zwei Männer versuchten am Donnerstagmorgen (05. März) Gegenstände von einem Firmengelände in Reichenbach bei Schönwald (Landkreis Wunsiedel) zu entwenden. Als sie entdeckt wurden, versuchten sie zu in einen Wald zu flüchten. Mit Unterstützung aus der Luft konnten die Täter kurze Zeit später entdeckt und festgenommen werden. 24.02.2026 Marktredwitz: Spektakuläre Fahndung nach Fahrraddieb In der Nacht auf Dienstag (24. Februar) kam es im Stadtgebiet von Marktredwitz (Landkreis Wunsiedel) zu einem größeren Polizeieinsatz. Dabei wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt. Zwei mutmaßliche Fahrraddiebe konnten festgenommen werden. Nach einem weiteren Tatverdächtigen wird derzeit gefahndet. 22.12.2025 Schirnding: Bundespolizei erwischt mehrere "Böllertouristen" Mit Blick auf den bevorstehenden Jahreswechsel verzeichnet die Bundespolizeiinspektion Selb erneut eine Zunahme bei der Einfuhr erlaubnispflichtiger Pyrotechnik aus Tschechien nach Deutschland. Am vergangenen Wochenende stellten Einsatzkräfte bei Schirnding (Landkreis Wunsiedel) insgesamt neun Personen fest, die versuchten, illegale Böller über die Grenze zu verbringen. 17.11.2025 Schmuggler gehen in Schirnding ins Netz: Der "Böllertourismus" beginnt wieder Zum Jahreswechsel nimmt traditionell auch der Schmuggel von Feuerwerkskörpern aus Tschechien zu. Das zeigte sich erneut am vergangenen Wochenende bei den wieder eingeführten Grenzkontrollen am ehemaligen Übergang Schirnding.