Bei einer Zugkontrolle in Marktredwitz (Landkreis Wunsiedel) ist ein 33-jähriger Belarusse am Mittwoch (19. August) völlig eskaliert und hat unter anderem versucht, einen Beamten mit einem Kugelschreiber anzugreifen. Nach einer ganzen Reihe von Delikten sitzt der renitente Mann nun in Abschiebehaft.
Drogenfund und vorgetäuschte Ohnmacht
Die Bundespolizei überprüfte den Reisenden in einem grenzüberschreitenden Zug aus Tschechien und entdeckte neben einer bereits abgelaufenen Aufenthaltsgestattung auch illegal eingeführte Cannabisprodukte. Daraufhin beleidigte der Verdächtige die Einsatzkräfte, leistete bei seiner Festnahme massiven Widerstand und täuschte bei der Fesselung offenbar eine kurze Bewusstlosigkeit vor. Eine anschließende Untersuchung im Krankenhaus bestätigte jedoch, dass dem Mann gesundheitlich nichts fehlte.
Angriff auf der Dienststelle
Zurück auf der Wache versuchte der 33-Jährige unvermittelt, einen Polizisten mit einem Kugelschreiber zu verletzen, doch die Beamten konnten die Attacke glücklicherweise unverletzt abwehren. Die Bundespolizei ermittelt nun unter anderem wegen unerlaubter Einreise, Beleidigung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Drogenverstößen. Auf Anordnung des Amtsgerichts Hof wurde der Mann direkt im Anschluss in die örtliche Abschiebehafteinrichtung eingeliefert.