Der Bezirk Oberfranken sucht erneut das Oberfränkische Wort des Jahres. Ab dem 21. Februar 2026, dem Internationalen Tag der Muttersprache, beginnt die Suche nach dem Nachfolger von „Rowern“. Das Oberfränkische Wort des Jahres wird seit 2015 gekürt und setzt ein Zeichen für die vielfältige, oberfränkische Mundart.
Die Kür des Oberfränkischen Wort des Jahres ist mittlerweile ein festes Ritual geworden. Es macht mir jedes Mal Freude zu sehen, welche Vielfalt unsere Sprache in Oberfranken zu bieten hat.
(Henry Schramm, Bezirkstagspräsident Oberfranken)
Fachjury kürt den Sieger
Vorschläge nimmt die KulturServiceStelle des Bezirks Oberfranken entgegen. Eine fünfköpfige Jury, bestehend aus Sprachwissenschaftlern und Kulturschaffenden, kürt am Ende den Sieger. 2025 fiel die Wahl auf ein Wort, das die sprachliche Vielfalt Oberfrankens eindrucksvoll widerspiegelt: „Rowern“. Je nach Region klingt die Bezeichnung für einen einrädrigen Karren mit Kiste anders: Im Westen heißt es etwa „Roban“, weiter östlich „Rowern“, im Fichtelgebirge sogar „Rodwerm“. Auch die Endungen folgen klaren regionalen Mustern – ein Beispiel für die gewachsene, geordnete Vielfalt der oberfränkischen Mundarten.
Seit 2015 sucht der Bezirk nach dem oberfränkischen Wort des Jahres. Das sind die Gewinner der vergangenen Jahre:
Wir suchen nach bekannten Wörtern, aber auch nach Neuschöpfungen, die das Gemeinte besonders präzise benennen und wofür es im Hochdeutschen oftmals gar keinen Ausdruck gibt.
(Barbara Christoph, die Leiterin der KulturServiceStelle Bezirk Oberfranken)
Vorschläge für das Oberfränkische Wort des Jahres 2026 können auf der Homepage des Bezirks Oberfranken unter www.bezirk-oberfranken.de/owdj eingereicht oder per Mail an kulturservicestelle@bezirk-oberfranken.de geschickt werden.