Fr., 15.05.2020 , 09:21 Uhr

Oberfranken: Regionalbischöfin gegen verkaufsoffene Sonntage in Coronakrise

Handel fordert zusätzliche Sonntagsöffnungen wegen Corona

Oberfrankens evangelisch-lutherische Regionalbischöfin Dorothea Greiner spricht sich in einer Mitteilung gegen die vom bayerischen und oberfränkischen Handel geforderte Sonntagsöffnung in der Coronakrise aus.

Greiner weißt auf christliche Bedeutung hin 

Neben der christlichen Bedeutung des Sonntages betont Dorothea Greiner seine Bedeutung für den Lebensrhythmus der Menschen, der vielen durch Ausgangsbeschränkungen, Kurzarbeit und Homeoffice ohnehin schon genommen sei. Zugleicht ruft Greiner dazu auf, den örtlichen Handel dem überregionalen Online-Handel von Großkonzernen vorzuziehen.

Verkaufsoffene Sonntage müssen anlassbezogen sein 

In Bayern sind allgemein bis zu vier verkaufsoffene Sonntage pro Jahr erlaubt, allerdings ausschließlich anlassbezogen, also im Zuge einer größeren Veranstaltung. Der oberfränkische Handelsverband stellt diesbezüglich klar, dass nie eine generelle Sonntagsöffnung gefordert worden sei, sondern ein Wegfall dieser Anlassbezogenheit für die vier Sonntage 2020. Der Grund für diese Forderung sei, dass ebendiese größeren Rahmenveranstaltungen in der Coronakrise mit einiger Wahrscheinlichkeit gar nicht stattfinden können.

Dorothea Greiner Handel Kirche Oberfranken Regionalbischöfin Sonntag TVO; TV Oberfranken Verkaufsoffen

Das könnte Dich auch interessieren

22.07.2026 TVO-Umfrage: Alkoholverbot an Bahnhöfen - wird dadurch die Sicherheit erhöht? Die Deutsche Bahn verbietet das Trinken von Alkohol an allen ihren 5.400 Bahnhöfen. Das Verbot soll bundesweit bis spätestens zum 15. Oktober dieses Jahres an allen Standorten umgesetzt sein. Grund ist laut Mitteilung auf der Homepage des Konzerns, die Sicherheit von Mitarbeitern und Reisenden zu verbessern. In diesem Zusammenhang möchte TVO von Ihnen wissen, ob ein Alkoholverbot an deutschen Bahnhöfen die Sicherheit erhöhen wird? Nehmen Sie an der Online-Umfrage teil. Sie ist anonym.  17.07.2026 Oberfranken: Sicherheitswacht bekommt neue Dienstausweise Die Angehörigen der Sicherheitswacht in Oberfranken erhalten derzeit neue Dienstausweise im Scheckkartenformat. Mit der bayernweiten Einführung wird den ehrenamtlichen Sicherheitswächterinnen und Sicherheitswächtern ein zeitgemäßes sowie handliches Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt. 16.07.2026 Schlussstrich für Söder?: ÖDP fordert Begrenzung der Amtszeit! Die ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei) will laut Medienberichten die Amtszeit des bayerischen Ministerpräsidenten per Volksbegehren begrenzen und dafür die Bayerische Verfassung ändern. Aus Sicht der CSU stecke hinter dem Vorstoß jedoch weniger ein allgemeines demokratisches Anliegen als vielmehr der Versuch, Ministerpräsident Markus Söder politisch zu treffen. 16.07.2026 Geburtenrate in Bayern: Oberfranken auf dem letzten Platz In Oberfranken werden die wenigsten Kinder geboren. Laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik liegt Oberfranken mit im Schnitt 1,29 Kindern im Vergleich mit den anderen sechs Regierungsbezirken auf dem letzten Platz.