Fr., 15.05.2020 , 09:21 Uhr

Oberfranken: Regionalbischöfin gegen verkaufsoffene Sonntage in Coronakrise

Handel fordert zusätzliche Sonntagsöffnungen wegen Corona

Oberfrankens evangelisch-lutherische Regionalbischöfin Dorothea Greiner spricht sich in einer Mitteilung gegen die vom bayerischen und oberfränkischen Handel geforderte Sonntagsöffnung in der Coronakrise aus.

Greiner weißt auf christliche Bedeutung hin 

Neben der christlichen Bedeutung des Sonntages betont Dorothea Greiner seine Bedeutung für den Lebensrhythmus der Menschen, der vielen durch Ausgangsbeschränkungen, Kurzarbeit und Homeoffice ohnehin schon genommen sei. Zugleicht ruft Greiner dazu auf, den örtlichen Handel dem überregionalen Online-Handel von Großkonzernen vorzuziehen.

Verkaufsoffene Sonntage müssen anlassbezogen sein 

In Bayern sind allgemein bis zu vier verkaufsoffene Sonntage pro Jahr erlaubt, allerdings ausschließlich anlassbezogen, also im Zuge einer größeren Veranstaltung. Der oberfränkische Handelsverband stellt diesbezüglich klar, dass nie eine generelle Sonntagsöffnung gefordert worden sei, sondern ein Wegfall dieser Anlassbezogenheit für die vier Sonntage 2020. Der Grund für diese Forderung sei, dass ebendiese größeren Rahmenveranstaltungen in der Coronakrise mit einiger Wahrscheinlichkeit gar nicht stattfinden können.

Dorothea Greiner Handel Kirche Oberfranken Regionalbischöfin Sonntag TVO; TV Oberfranken Verkaufsoffen

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