Eine Seniorin aus Michelau (Landkreis Lichtenfels) ist am Mittwoch (7. Oktober) Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden und hat dabei Bargeld sowie Gold im Wert von mehr als 100.000 Euro verloren. Kriminelle hatten ihr am Telefon eine erfundene Krebsdiagnose eines Angehörigen vorgegaukelt, um so eine angebliche medizinische Vorauszahlung zu erbeuten.
Die Masche mit dem falschen Arzt
Am Mittwochnachmittag kontaktierte ein vermeintlicher Mediziner die Frau und behauptete, ihr Verwandter befinde sich im Krankenhaus und benötige dringend teure Medikamente. In großer Sorge glaubte die Seniorin der Lüge und begab sich zum vereinbarten Übergabeort im Flurweg. Dort händigte sie gegen 16.15 Uhr einem Unbekannten eine gelb-orangefarbene Stofftasche mit über 30.000 Euro Bargeld sowie diversen Goldbarren und Münzen aus.
Flucht des Täters und Zeugensuche
Der Schwindel flog erst etwa eine halbe Stunde später auf, als der vermeintlich schwerkranke Angehörige wohlauf nach Hause zurückkehrte. Da eine sofortige polizeiliche Fahndung erfolglos blieb, sucht die Kriminalpolizei Coburg nun dringend nach dem Abholer der Beute. Der Tatverdächtige ist etwa 20 bis 30 Jahre alt, von korpulenter Statur, hat kurze dunkle Haare und trug ein schwarzes T-Shirt sowie eine schwarze kurze Hose. Zeugen, die im Bereich des Flurwegs oder der Goethestraße Verdächtiges beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09561/645-0 zu melden.