Mi., 07.01.2026 , 16:42 Uhr

Stadt Hof

Stromausfall in Berlin: Stadt Hof informiert über "Leuchttürme" für den Katastrophenfall

Sorgenvoller Blick auf die Bundeshauptstadt

In Deutschland beherrscht dieser Tage vor allem der großflächige Stromausfall in Berlin die Schlagzeilen. Die linksextremistische „Vulkangruppe“ bekannte sich in einem Schreiben zu den Brandanschlägen auf die Energieversorgung – wenngleich die genaue Identität der Verfasser aktuell für Diskussionen sorgt. Angesichts der Lage in der Bundeshauptstadt informierte die Stadt Hof am Mittwoch (07. Januar) über den aktuellen Stand hinsichtlich Katastrophenschutz und technische Infrastruktur in ihrem Verwaltungsgebiet.

Stadt Hof will Handlungsfähigkeit in außergewöhnlichen Lagen sicherstellen

„Auch in Hof beschäftigt sich die Stadt intensiv mit Fragen des Katastrophenschutzes. Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit in außergewöhnlichen Lagen sicherzustellen“, heißt es in einer Mitteilung.

 

Ereignisse wie der Stromausfall in Berlin zeigen, wie wichtig vorausschauende Planung ist. In Hof arbeiten wir seit Jahren daran, für Krisensituationen vorbereitet zu sein. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel von Stadt, Rettungsorganisationen, Versorgern und einer gut informierten Bevölkerung.

(Eva Döhla, Oberbürgermeisterin)

 

Spezielles Einsatzkonzept „Stromausfall / Blackout“

Wie die Stadt erklärt, wurde für den Fall eines großflächigen Stromausfalls die Stadt Hof ein Einsatzkonzept „Stromausfall / Blackout“ erarbeitet, welches sich derzeit in der Finalisierung befinde. Kernbestandteil seien dabei sogenannte „Leuchttürme“ – Erstanlaufstellen im Stadtgebiet, die von der Bevölkerung fußläufig in der Regel innerhalb von 30 Minuten erreichbar sind. Diese Leuchttürme sollen ausschließlich als Kommunikationspunkte dienen, an denen Informationen weitergegeben, Notfallmeldungen entgegengenommen und Erste Hilfe geleistet werden kann.

„Leuchttürme“ sollen im Ernstfall helfen

„Die Leuchttürme sind mit einer eigenständigen Stromversorgung für den jeweiligen Standort sowie mit Erste-Hilfe-Ausrüstung ausgestattet. Sie sind nicht als Sammel- oder Wärmehallen konzipiert“, so die Stadt Hof. Solche Einrichtungen, ebenso wie Ausgabestellen oder weitergehende Versorgungsangebote, sollen je nach Lage zusätzlich eingerichtet und über die Leuchttürme bekannt gemacht werden.

Mobilität und Einsatzfähigkeit

„Auch bei einem länger andauernden Stromausfall ist die Einsatzfähigkeit der Rettungs- und Hilfsorganisationen in Hof gewährleistet. Die Versorgung von Einsatzfahrzeugen, Bussen oder notwendigen Transport- und Räumfahrzeugen ist gesichert. Die Wahl der Leuchtturmstandorte stellt sicher, dass Bürgerinnen und Bürger diese ohne motorisierte Verkehrsmittel erreichen können“, heißt es weiter. Ob und wo Wärmehallen eingerichtet werden, hänge vom konkreten Szenario ab. Art, Dauer und Ausmaß eines Stromausfalls seien hierfür entscheidend, entsprechende Standorte sollen situationsabhängig festgelegt und kommuniziert werden.

Schutz der technischen Infrastruktur

Doch wie gut ist man in Hof vor einem Angriff auf die technische Infrastruktur, der wie zuletzt in Berlin zehntausenden Menschen die Energie abdrehen könnte, gewappnet? Hinsichtlich dieser Frage weist die Stadt in ihrem Schreiben grundsätzlich darauf hin, dass sie selbst kein Netzbetreiber ist. Die Sicherung der Strom-, Gas- und Wassernetze obliege in der Verantwortung der jeweiligen Betreiber, im Stadtgebiet, insbesondere bei den Stadtwerken Hof.

 

Die Stadtwerke Hof erfüllen sämtliche gesetzlichen und technischen Anforderungen an den sicheren Betrieb der Strom-, Gas- und Wassernetze. Maßgeblich sind hierbei verbindliche Vorgaben und Regelwerke unter anderem der Bundesnetzagentur sowie einschlägige technische Standards (z. B. DVGW, VDE), deren Einhaltung regelmäßig überprüft wird.

(Pressestelle der Stadt Hof)

 

Verantwortung liegt bei den Stadtwerken Hof

Grundsätzlich gelte, dass auch bei sehr hohen technischen und organisatorischen Sicherheitsstandards kein Infrastrukturbetrieb einen vollständigen Schutz vor außergewöhnlichen, gezielten Fremdeinwirkungen garantieren kann. Die Stadtwerke Hof würden im Rahmen ihrer Verantwortung jedoch alle vorgesehenen Maßnahmen treffen, um Risiken zu minimieren und eine hohe Versorgungssicherheit sicherzustellen.

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