Der Tarifstreit in der bayerischen Milchwirtschaft geht weiter. In Oberfranken ruft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Donnerstag (23. Juli) ab 05:30 Uhr bei Bayernland in Bayreuth zu einem 24-stündigen Warnstreik auf. Die Beschäftigten wollen mit der Arbeitsniederlegung den Druck auf die Arbeitgeberseite weiter erhöhen.
Provokation und Kampfansage
Eine Einigung konnte bisher nicht erzielt werden. Zuletzt hatte der Arbeitgeberverband der bayerischen Ernährungswirtschaft sein Angebot, den Beschäftigten zwei Entlastungstage zuzugestehen, bei der dritten Tarifrunde wieder zurückgenommen. Dies sieht die Gewerkschaft als Provokation und Kampfansage an. Bayernland in Bayreuth wird mittlerweile zum zweiten Mal bestreikt.
Lohnerhöhung um 4,1 Prozent
Die NGG fordert eine Erhöhung der Entgelte um 4,1 Prozent, eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 80 Euro sowie eine zusätzliche Sonderzahlung in Höhe von fünf Arbeitstagen pro Jahr. Diese soll auf Wunsch der Beschäftigten auch in freie Zeit umgewandelt werden können.
Bisheriges Angebot nicht ausreichend
Das bisherige Angebot der Arbeitgeberseite mit einer Lohnerhöhung von 1,9 Prozent bewertet die Gewerkschaft als nicht ausreichend. Aus Sicht der NGG bringt der Vorschlag für die rund 20.000 Beschäftigten der bayerischen Milchwirtschaft keine ausreichende finanzielle Verbesserung und berücksichtigt zudem nicht den Wunsch nach mehr Entlastung und Mitbestimmung. Auch bei der Laufzeit des neuen Tarifvertrags bestünden weiterhin erhebliche Differenzen zwischen den Verhandlungsparteien.
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