Ein Mountainbike-Ausflug im Fichtelgebirge endete am Dienstag (9. Juni) für einen 71-jährigen Mann mit schweren Verletzungen. Dass der verunfallte Senior nach stundenlanger Hilflosigkeit gerettet werden konnte, ist dem schnellen und entschlossenen Handeln seiner Familie zu verdanken.
Sturz in den Wassergraben bleibt zunächst unbemerkt
Der 71-jährige Mann aus Fichtelberg (Landkreis Bayreuth) war gegen 14:25 Uhr mit seinem Mountainbike auf einem Forstweg unterwegs. Er befand sich auf der Strecke vom bekannten Seehaus in Richtung des Seehausparkplatzes, als er aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle verlor und schwer verunglückte. Er stürzte so unglücklich, dass er abseits des Weges in einem Wassergraben landete und sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte. Am Mountainbike selbst entstand bei dem Sturz kein Sachschaden – es blieb voll funktionsfähig.
Ehefrau schöpft Verdacht – Sohn ortet das Smartphone
Als der Senior nicht wie vereinbart pünktlich nach Hause zurückkehrte, reagierte seine Ehefrau besorgt und schöpfte Verdacht, dass etwas passiert sein könnte. Sie informierte den gemeinsamen Sohn, dem schließlich der entscheidende Durchbruch gelang: Mittels einer Handyortung konnte er den ungefähren Standort seines Vaters im Waldgebiet ausmachen. Nach rund eineinhalb Stunden des Wartens und Suchens wurde der Vermisste schließlich schwer verletzt im Wassergraben aufgefunden. Der 71-Jährige hatte sich bei dem Sturz mehrere Knochenbrüche zugezogen, unter anderem an der Hüfte und am Knie.
Bergwacht und Rettungshubschrauber im Einsatz
Aufgrund des unwegsamen Geländes wurde die Bergwacht Bischofsgrün alarmiert. Die Spezialisten der Bergwacht übernahmen die anspruchsvolle Bergung des verletzten Mannes aus dem Graben und transportierten ihn zum nächstgelegenen Landeplatz. Nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort wurde der Senior mit einem Rettungshubschrauber zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus geflogen.