In Bindlach (Landkreis Bayreuth) wird ein Ausbildungszentrum für die Landkreis-Feuerwehren gebaut. Dort sollen künftig über tausend Einsatzkräfte des Kreisfeuerwehrverbands in den Bereichen Atemschutz und Heißbrandübungen ausgebildet werden.
Angemessene Ausbildung für Feuerwehren des Landkreises
Eine gut ausgebildete Feuerwehr ist nicht nur wichtig, sondern auch notwendig. Außerhalb des Ausbildungsangebots der Staatlichen Feuerwehrschulen stand den Einsatzkräften der Feuerwehren aus dem Landkreis die letzten Jahre allerdings keine angemessene praktische Ausbildung zur Verfügung. Der Kreistag des Landkreises Bayreuth hat sich daher nach Abwägung verschiedener Möglichkeiten für ein Feuerwehrausbildungszentrum in Bindlach entschieden. Die Ausbildung dient dem Schutz der Einsatzkräfte und soll zur Stärkung der Einsatzfähigkeit im Feuerschutzbereich beitragen. Am Dienstag (8. September) wurde das geplante Feuerwehrausbildungszentrum der Öffentlichkeit vorgestellt.
Verschiedene Übungsanlagen für umfassende Ausbildung
Aktuell befindet sich die zukünftige Ausbildungsanlage noch im Bau, soll allerdings im kommenden Jahr 2027 fertiggestellt werden. Das Zentrum wird unter anderem mit einer Feststoffübungsanlage ausgestattet sein. Diese dient den Einsatzkräften zur Wärmegewöhnung. Außerdem soll es eine Übungsanlage geben, auf der die Einsatzkräfte auf die Brandbekämpfung in Innenräumen vorbereitet werden. Die Einsatzkräfte können dort ebenso das taktische Absuchen von Räumen üben.
Kosteneinsparung durch Kooperation mit Feuerschutz-Unternehmen
Die Firma Ludwig Feuerschutz GmbH in Bindlach wird die Übungsanlage verwalten und dem Landkreis Bayreuth zur Miete bereitstellen. Auch die dazugehörigen Schulungs- und Sanitärräumlichkeiten sollen künftig genutzt werden. Die Kooperation mit dem Feuerschutz-Unternehmen ermöglicht eine kalkulierbare und vergleichsweise niedrige Kostenbelastung. Unter anderem, weil kein zusätzlicher Personalaufwand entsteht.
Engpässe bei Atemschutzgeräten und Einsatzkleidung sollen künftig vermieden werden
Die Firma Ludwig Feuerschutz stellt zudem ihre Atemschutzwerkstatt und die Kleiderkammer zur Verfügung. Diese können von der Gemeinde als kostenpflichtigen Service in Anspruch genommen werden. Dadurch sollen Engpässe bei Atemschutzgeräten und Einsatzkleidung an den Standorten vermieden werden.
Ausbildung für den Katastrophenschutz unverzichtbar
Insgesamt soll durch dieses Projekt eine fachgerechte Ausbildung der Feuerwehren im Landkreis ermöglicht werden. Zudem ist es eine Investition in die Sicherheit der Einsatzkräfte. „Gut ausgebildete Feuerwehrleute bilden eine wichtige Basis bei der Gefahrenabwehr und -bekämpfung, sie sind im Katastrophenschutz unverzichtbar“, so Landrat Florian Wiedermann.