Nach einem hochsommerlichen Tag mit Temperaturen um die 35 Grad entlud sich am Sonntag (21. Juni) eine lokal heftige Gewitterfront über dem Landkreis Bamberg. Starkregen, Hagel und Sturmböen sorgten ab 16:50 Uhr für eine akute Unwetterlage. Um die Masse an Notrufen wegen vollgelaufener Keller und umgestürzter Bäume koordiniert abzuarbeiten, besetzten die Einsatzkräfte ab 17:24 Uhr nacheinander drei regionale Abschnittsführungsstellen in Memmelsdorf, Litzendorf und Scheßlitz.
Brennpunkt Memmelsdorf und Drosendorf
Insgesamt mussten 45 Einsätze unter dem Stichwort „Technische Hilfeleistung Unwetter“ bewältigt werden. Der absolute Schwerpunkt lag im Bereich Memmelsdorf mit 28 Einsätzen, wo besonders der Ortsteil Drosendorf von überfluteten Gebäuden betroffen war. In Scheßlitz wurden zehn Schadensstellen gezählt, während in Litzendorf sechs Einsätze anfielen. Insgesamt 211 Feuerwehrkräfte waren über Stunden hinweg im Dauereinsatz, um die Wasserschäden zu beseitigen und Verkehrswege zu sichern.
Blitzeinschlag verursacht Waldbrand an der A3
Neben den reinen Unwetterfolgen kam es zu gefährlichen Parallelereignissen. Mutmaßlich durch einen Blitzeinschlag geriet an der Autobahn A3 ein Waldstück auf einer Fläche von knapp 1.000 Quadratmetern in Brand. Zudem mussten die Einsatzkräfte unter anderem eine ausgelöste Brandmeldeanlage in Scheßlitz kontrollieren und eine eingeschlossene Person befreien. Dank der koordinierten Zusammenarbeit der Helfer konnten alle Gefahrenstellen bis zum Abend erfolgreich abgearbeitet werden.