UPDATE (Donnerstag, 16. Oktober / 14:25 Uhr)
In Kulmbach sorgte ein erschreckender Akt von Tierquälerei in der vergangenen Woche für allgemeine Empörung. Nun will die Tierschutzorganisation PETA den Mann, der wegen einer heruntergefallenen Pommes eine Taube tötete, zur Rechenschaft ziehen.
PETA erstattet Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Bayreuth
Der 62-Jährige war am Freitag (10. Oktober) bei einem Imbiss am Holzmarkt dabei beobachtet worden, wie er die Taube mit einem gezielten Tritt tötete. In einer Presseerklärung hat die PETA am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Bayreuth erstattet hat. "Es ist erschreckend, wie skrupellos der Täter die wehrlose Taube tötete. Er muss zur Rechenschaft gezogen werden, bevor noch weitere Tiere oder Menschen verletzt werden", wird Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA, in der Mitteilung zitiert.
Sprecherin verweist auf Zusammenhang zwischen Tierquälerei und Gewalt gegen Menschen
Wer Tiere quält, der schrecke in Redegelds Argumentation möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten an Menschen zurück. In der Mitteilung verweist die PETA auf einen Aggressionsforscher von der Universität des Saarlandes, laut dem geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter vorher bereits Tiere gequält haben.
ERSTMELDUNG (Montag, 13. Oktober / 10:33 Uhr)
Ein aufsehenerregender Fall von Tierquälerei beschäftigte die Polizei in Kulmbach. Ein 62 Jahre alter Mann trat in der Kulmbacher Innenstadt eine Taube tot. Passanten beobachteten den schrecklichen Vorfall und alarmierten die Polizei. Den Tierquäler erwartet eine Anzeige nach dem Tierschutzgesetz.
Grausame Tat in Innenstadt
Der 62-Jährige aß am Freitagmittag (10. Oktober) an einem Imbiss am Holzmarkt in Kulmbach eine Portion Pommes. Als eine Pommes zu Boden fiel, war eine Taube sofort zur Stelle und machte sich über diese her. Der 62 Jahre alte Mann hatte damit anscheinend ein Problem und trat dem Tier zunächst auf den Schwanz. Doch damit nicht genug: der Mann tötete die Taube anschließend mit einem gezielten Tritt.
Empfindliche Strafe droht
Aufmerksame Zeugen verständigten sofort die Polizei und hielten den Tierquäler bis zu deren Eintreffen fest. Ihn erwartet nun eine Anzeige nach dem Tierschutzgesetz und dieses sieht für das Töten von Tieren ohne vernünftigen Grund eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren vor.