Am Ostermontag kam es am Bamberger Bahnhof zu einem Einsatz der Bundespolizei, nachdem ein Fahrgast ohne Ticket den Ausstieg aus einem ICE verweigert hatte. Der Mann ergriff beim Anblick der Beamten die Flucht, konnte jedoch von couragierten Passagieren gestoppt werden. Bereits am Sonntag war es am Bahnhof in Bamberg zu einem aufsehenerregenden Zwischenfall gekommen, bei dem ein junger Mann von mehreren Unbekannten zusammengeschlagen wurde.
30-Jähriger verweigert Ausstieg am Bamberger Bahnhof
Laut der Polizei hatte der afghanische Staatsangehörige den ICE 601 ohne gültigen Fahrschein genutzt und sich dann trotz Aufforderung eines Zugbegleiters geweigert, den Zug beim Halt in Bamberg zu verlassen. Zur Durchsetzung des Fahrtausschlusses des 30-Jährigen zog das Zugpersonal die Bundespolizei hinzu.
Polizisten werden bei Festnahme verletzt
Als der Zug in Bamberg ankam, versuchte der Tatverdächtige, sich den polizeilichen Maßnahmen zu entziehen. Beim Rennen durch den Zug wurde ihm jedoch durch aufmerksame Reisende der Weg versperrt, sodass die Bundespolizisten ihn festnehmen und Handfesseln anlegen konnten. Hierbei leistete er aktiv Widerstand, wodurch die beteiligten Einsatzkräfte leichte Verletzungen erlitten.
Durchsuchung fördert Drogen zutage
Auf dem Bamberger Bundespolizeirevier durchsuchten die Beamten den 30-Jährigen, wobei 1,7 Gramm Crystal Meth festgestellt wurden. Der Bereitschaftsrichter ordnete eine Blutentnahme an. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann aus dem Gewahrsam entlassen.
Bundespolizei leitet Ermittlungsverfahren ein
Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren aufgrund des Verdachts von Leistungserschleichung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.