Die Selber Wölfe legen zum Saisonstart in der Oberliga Süd einen Fehlstart hin. Nach der 4:3-Auftaktniederlage am Freitag (18. September) in Dornbirn bei den HC Tigers in Vorarlberg in Österreich, verliert das Wolfsrudel trotz großer Kampfmoral auch zu Hause gegen den EC Peiting.
Turbulenter Heimspielauftakt
Die 1.848 Zuschauer erlebten in der NETZSCH Arena einen turbulenten Heimspielauftakt der Selber Wölfe. Nach einem frühen 0:3-Rückstand kämpfte sich das Wolfsrudel eindrucksvoll zurück und drehte die Partie zwischenzeitlich sogar auf 5:3. Doch der EC Peiting gab sich nicht geschlagen, erzwang den Ausgleich und sicherte sich in der Overtime nach nur 15 Sekunden den Zusatzpunkt zum 5:6.
Peiting erwischt den besseren Start
Die Gäste aus Peiting erwischten den deutlich besseren Start in die Partie. Gerade einmal eine Minute war gespielt, als Dibelka die Selber Defensive nach einer sehenswerten Kombination zum 0:1 überwinden konnte. Die Wölfe hatten kaum Zeit, ins Spiel zu finden, da schlug Peiting erneut zu: Ex-Wolf Naumann erhöhte im direkten Gegenzug auf 0:2.
Nach dem 0:3 startet das Powerplay
Doch damit nicht genug. Nach einem Puckverlust der Selber hinter dem eigenen Tor nutzte Reimer die Gelegenheit und stellte in der Anfangsphase auf 0:3. Die Wölfe fanden anschließend vor allem im Powerplay besser in die Partie. Ein vermeintlicher Treffer von Pauker wurde nach Videobeweis jedoch nicht anerkannt. Wenig später belohnte sich Selb schließlich doch: Rubin verwertete seinen eigenen Rebound zum 1:3. Trotz weiterer Überzahlmöglichkeiten gelang den Wölfen vor der ersten Pause kein weiterer Treffer. So ging es mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine.
Wölfe drehen die Partie
Im zweiten Drittel präsentierten sich die Gastgeber deutlich verbessert. Die Defensive stand nun stabiler und auch offensiv fanden die Wölfe zunehmend Lücken in der Peitinger Abwehr. In der 24. Minute war es erneut Rubin, der sich die Scheibe in der neutralen Zone erkämpfte und mit einem satten Schuss den 2:3-Anschlusstreffer erzielte. Die Wölfe blieben am Drücker und wurden in der 30. Minute belohnt: Müller traf mit einem platzierten Schuss zum 3:3-Ausgleich. Eine Minute vor Ende des Mittelabschnitts durften die Gastgeber erneut in Überzahl ran. Müller nutzte die Gelegenheit und sorgte mit seinem Treffer für die erstmalige Selber Führung. Aus dem 0:3 war ein 4:3 geworden – die Partie war komplett gedreht.
Peiting erzwingt die Verlängerung
Den Schwung aus dem zweiten Drittel nahmen die Wölfe mit in den Schlussabschnitt. In der 42. Minute brachte Thal die Scheibe auf das Peitinger Tor. ECP-Keeper Oswald konnte den Puck nicht festhalten, sodass dieser durch seine Schoner zum 5:3 ins Netz rutschte. Die Gäste steckten jedoch nicht auf und erhöhten nun ihrerseits den Druck. In der 51. Minute verkürzte Naumann während einer Selber Strafzeit auf 5:4. Die Wölfe versuchten anschließend, die Führung über die Zeit zu bringen, doch Peiting blieb gefährlich. In der 55. Minute konnten die Gastgeber die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel klären. Reimer nutzte die Situation und traf zum 5:5-Ausgleich. Damit musste die Entscheidung in der Overtime fallen.
MacKinnon entscheidet die Overtime
In der Verlängerung benötigten die Gäste gerade einmal 15 Sekunden, um die Partie zu entscheiden. MacKinnon traf zum 6:5 und sicherte dem EC Peiting damit den Zusatzpunkt. Die Selber Wölfe mussten sich trotz einer starken Aufholjagd nach dem frühen 0:3-Rückstand mit einem Punkt begnügen. Nach dem turbulenten Heimspielauftakt steht damit ein 5:6 nach Overtime zu Buche.