Nach der Zugkollision am Bayreuther Hauptbahnhof am 11. März diesen Jahres hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage gegen einen 65-jährigen Triebwagenführer erhoben. Ihm wird ein vorsätzlicher gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr sowie fahrlässige Körperverletzung in fünf Fällen zur Last gelegt, da er mutmaßlich trotz fehlender Freigabe losfuhr.
Sicherheitsmaßnahmen ignoriert
Am Abend des 11. März 2026 war der Angeschuldigte als Lokführer eines Agilis-Zuges auf der Strecke von Coburg nach Bayreuth im Einsatz. Laut Ermittlungsergebnis wollte er kurz nach 18:30 Uhr von Gleis 5 in südliche Richtung weiterfahren, obwohl ihm die Strecke nicht freigegeben worden war. Auf seiner Fahrt soll er gleich mehrere bestehende Sicherungsmaßnahmen missachtet haben. Infolgedessen kollidierte sein Zug gegen 18:34 Uhr mit einem entgegenkommenden Agilis-Triebwagen.
Verletzte und Millionenschaden
Durch die Wucht des Aufpralls erlitten fünf Fahrgäste des entgegenkommenden Zuges sowie der Unfallverursacher selbst leichte bis mittelschwere Verletzungen. An den beiden Fahrzeugen entstand zudem ein massiver Sachschaden im siebenstelligen Bereich. Bis zu einem rechtskräftigen Abschluss des nun vor dem Amtsgericht Bayreuth liegenden Verfahrens gilt für den Angeschuldigten die Unschuldsvermutung.