150 Papptafeln zogen bei der Eröffnung der Bayreuther Festspiele am Samstag (25. Juli) am Grünen Hügel alle Blicke auf sich. Es handelt sich um eine Protestaktion gegen die aktuelle Kürzungswelle der Bundespolitik.
150 Pappschildern symbolisieren die reichsten Deutschen
Hinter der ungewöhnlichen Kunstinstallation steckt eine Gruppe Bayreuther Bürger, die sich zusammengefunden hat, um auf die ungleiche Verteilung von Vermögen in Deutschland aufmerksam zu machen. Die 150 Pappschilder stehen nämlich für die laut „manager magazin“ 150 reichsten Deutschen. Neben den Elstern befinden sich auch die Namen und das geschätzte Vermögen auf den jeweiligen Pappschildern. Darunter auch die Familien Stoschek und Volkmann, die dank dem Automobilzulieferer Brose in Coburg über ein geschätztes Vermögen von 1,8 Milliarden Euro verfügen und damit Platz 137 belegen.
„Wir wollen damit auf Überreichtum und die extrem ungleiche Verteilung von Vermögen in Deutschland aufmerksam machen.“
(Paul Schindler, Mitorganisator)
Die Kunstinstallation ist eine Anlehnung an die gescheiterte Raben-Installation von Ottmar Hörl. Die Elstern wurden aufgrund ihrer Symbolkraft ausgewählt. Denn sie gelten als diebische Vögel. Die Aktion richtet sich laut der Organisatoren jedoch nicht gegen die Festspiele selbst, sondern kritisiert die Politik, die bei Sozial- und Gesundheitsleistungen massiv kürzt, während große Vermögen unangetastet bleiben.