Die Lebenserwartung der Menschen in Oberfranken liegt unter dem bayerischen Durchschnitt. Das geht aus aktuellen Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik hervor.
Oberfranken sterben ein Jahr früher
Demnach beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung neugeborener Jungen in Oberfranken 78,4 Jahre, für neugeborene Mädchen 83,0 Jahre. Bayernweit erreichen Jungen hingegen durchschnittlich 79,7 Jahre, Mädchen 84,0 Jahre.
Durchschnittlich niedrigste Lebenserwartung
Im Vergleich der sieben bayerischen Regierungsbezirke zählt Oberfranken gemeinsam mit der Oberpfalz zu den Regionen mit der niedrigsten durchschnittlichen Lebenserwartung. Die höchsten Werte werden in Oberbayern und Schwaben verzeichnet.
Neuer Höchststand bei der Lebenserwartung insgesamt
Positiv ist jedoch die Entwicklung auf Landesebene: Mit der aktuellen Sterbetafel liegt die Lebenserwartung bei Geburt erstmals über den Werten vor der Corona-Pandemie. Im Zeitraum 2017 bis 2019 betrug sie für neugeborene Jungen noch 79,5 Jahre und für Mädchen 83,9 Jahre. Mit derzeit 79,7 Jahren für Jungen und 84,0 Jahren für Mädchen erreicht die Lebenserwartung in Bayern damit einen neuen Höchststand.
Auch ältere Menschen leben länger
Auch ältere Menschen profitieren von dieser Entwicklung. Nach der aktuellen Sterbetafel können 67-jährige Frauen statistisch mit weiteren 19,7 Lebensjahren rechnen, 67-jährige Männer mit weiteren 16,9 Lebensjahren. Damit liegt auch die Lebenserwartung im Alter von 67 Jahren erstmals wieder über dem Niveau vor der Corona-Pandemie.
Deutliche regionale Unterschiede
Die Zahlen verdeutlichen, dass sich die Lebenserwartung in Bayern insgesamt auf einem historischen Höchststand befindet, gleichzeitig aber weiterhin deutliche regionale Unterschiede bestehen.