Ein bislang unbekannter Mann hat in den vergangenen Monaten mehrfach Schüler vor Bayreuther Schulen angesprochen und versucht, sie in sein Auto zu locken. Der jüngste Fall ereignete sich am Dienstag (30. September) an einer Bushaltestelle in der Nähe des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums. Nun sollen Maßnahmen ergriffen werden.
Angeboten, ins Auto zu steigen
Der Unbekannte hatte zwei Sechstklässlerinnen angesprochen und ihnen angeboten, in sein Auto zu steigen, und sie nach Hause zu fahren. Die Eltern informierten nach dem Vorfall sofort die Polizei. Im Stadtteil Johannis und in Mistelbach (Landkreis Bayreuth) nahe Bayreuth ereigneten sich vor kurzem ähnliche Fälle in der Nähe von Schulen.
Polizei verstärkt Präsenz an Schulen
Wie Oliver Barnert, Pressesprecher am Polizeipräsidium Oberfranken gegenüber TVO bestätigt, will die Polizei ihre Präsenz in den Schulen verstärken. Polizisten in Zivil, sogenannte Jugendkontaktbeamte, wollen in den kommenden Tagen zum einen Schüler in den Klassen informieren und sensibilisieren, zum anderen auch Ansprechpartner vor Ort sein und eingreifen können, wenn etwas Verdächtiges beobachtet wird.
Schulen wurden sofort informiert
Laut Markus Gnan, Leiter der Städtischen Schulverwaltung Bayreuth, setzt man dabei auf den Dreiklang zwischen Schulen, Eltern und Polizei. Die Schulen seien nach dem Fall am Wilhelminengymnasium sofort informiert worden, um in den Klassen auf die Thematik umgehend aufmerksam zu machen, so Gnan im Gespräch mit TVO.
Auch zu Hause Verhaltensweisen vermitteln
Auch die Eltern seien informiert worden und angehalten, ihren Kindern zu Hause entsprechende Verhaltensweisen beizubringen und sofort die Polizei zu alarmieren.
Hoffnung auf abschreckende Wirkung
Markus Gnan erhofft durch die Mischung aus Wachsamkeit, Prävention und Präsenz der Polizei eine Abschreckung potenzieller Täter. Er hoffe, dass sich in Zukunft keine weiteren Fälle in Bayreuth und in der Region mehr zutragen.
Bitte um Mithilfe aus der Bevölkerung
Im aktuellen Fall liegt eine Personenbeschreibung vor. Der Mann soll akzentfrei Deutsch reden, einen leichten Bauchansatz haben, und auffällige Koteletten und eine leichte Glatze mit kurzgeschnitten braunen oder grauen Haaren tragen. Das Alter wird auf 55 bis 65 Jahre geschätzt. Laut Polizei ähneln sich die Beschreibungen bei den anderen Fällen. Zeugen können sich an der jeder Polizeidienstelle melden.