Ein heftiger Streit löste in der Nacht auf Mittwoch (04. Februar) einen SEK-Einsatz in einem Mehrfamilienhaus in Burgkunstadt im Landkreis Lichtenfels aus. Die Spezialeinheit überwältigte dort einen Mann im psychischen Ausnahmezustand, der mit einem Küchenmesser bewaffnet war.
Mehrere Polizeieinsätze wegen Beziehungsstreit in Burgkunstadt
Die Polizei war in den vergangenen Tagen bereits mehrfach wegen Streitigkeiten zwischen einem 47-jährigen Deutschen und seiner 29-jährigen deutschen Lebensgefährtin zu dem Haus gerufen worden. Am Dienstag gegen 21:45 Uhr meldete ein Hausbewohner dann erneut eine heftige Streitigkeit. Beim Eintreffen der ersten Streife hörten die Beamten laute Schreie aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss. Nachdem sie die Wohnungstür gewaltsam geöffnet hatten, trafen sie auf den mit einem Küchenmesser bewaffneten 47-Jährigen, der ein Küchenmesser in der Hand hielt.
Bewaffneter Mann widersetzt sich Polizei
Der Mann, der offensichtlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, reagierte nicht auf wiederholte Aufforderungen, das Messer abzulegen. Auch die Lebensgefährtin des Mannes befand sich beim Eintreffen der Polizei in der Wohnung. Trotz des vorangegangenen Streits solidarisierte sich die Frau zeitweise mit ihrem Partner und weigerte sich trotz mehrfacher Aufforderung der Beamten, die Wohnung zu verlassen.
SEK-Einsatz gegen Mitternacht
Aufgrund der bedrohlichen Lage erfolgte gegen Mitternacht der Zugriff durch das Spezialeinsatzkommando (SEK), bei dem sowohl der Mann als auch seine Lebensgefährtin überwältigt und fixiert wurden. Bei der Aktion wurde niemand verletzt, jedoch verlor die 29-Jährige kurzzeitig das Bewusstsein und musste durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt werden.
Ermittlungen gegen 47-Jährigen
Beide kamen im Anschluss jeweils in ein Bezirkskrankenhaus. Die Polizeiinspektion Lichtenfels ermittelt nun unter anderem wegen Bedrohung gegen den 47-Jährigen.