Ein 67-jähriger Coburger hat am Dienstagnachmittag (29. September) einen Betrugsversuch durch falsche Polizeibeamte vereitelt. Bei der vereinbarten Geldübergabe nahm die Polizei eine 23-jährige Tatverdächtige fest. Sie sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Frau gibt sich als Polizistin aus
Gegen 14:15 Uhr erhielt der 67-Jährige einen Anruf von einer Frau, die sich als Polizeibeamtin ausgab. Sie behauptete, die Tochter des Mannes habe einen Verkehrsunfall verursacht. Um eine angeblich drohende Haftstrafe abzuwenden, müsse eine Kaution von mehr als 30.000 Euro gezahlt werden.
67‑Jähriger informiert die Polizei
Der Coburger erkannte die Betrugsmasche und hielt die Anrufer weiter am Telefon. Währenddessen verständigte seine Ehefrau die Polizei. Gemeinsam mit den Tätern vereinbarte der 67-Jährige schließlich eine Geldübergabe im Bereich der Poststraße.
Statt Geld gibt es Brot
Wenig später erschien dort eine junge Frau, um das vermeintliche Bargeld entgegenzunehmen. Doch statt Geld übergab ihr der Coburger eine Tasche mit einem Laib Brot. Die Polizeikräfte hatten sich bereits in der Nähe positioniert und nahmen die 23-jährige Polin unmittelbar nach der Übergabe fest.
23-Jährige in Untersuchungshaft
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg wurde die Tatverdächtige am Mittwoch einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Kronach vorgeführt. Der Richter erließ Haftbefehl. Die Frau befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Coburg unter Leitung der Staatsanwaltschaft Coburg.