UPDATE (Mittwoch, 01. Juli 2026 / 09:25 Uhr)
In der Nacht zum Mittwoch ist im Lichtenfelser Ortsteil Trieb eine Lagerhalle komplett niedergebrannt. Das Feuer verursachte einen Sachschaden in Millionenhöhe. Während der dramatischen Löscharbeiten wurden vier Einsatzkräfte leicht verletzt. Die Kriminalpolizei Coburg hat die Ermittlungen zur bislang völlig unklaren Brandursache übernommen.
Halle steht bei Eintreffen der Rettungskräfte in Vollbrand
Gegen 00:40 Uhr gingen bei den Leitstellen die ersten Notrufe zu dem Brand in der Abtswiesenstraße ein. Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, bot sich ihnen ein dramatisches Bild: Die Lagerhalle stand bereits lichterloh in Vollbrand. Die alarmierten Feuerwehren aus der gesamten Region rückten mit einem Großaufgebot von rund 260 Kräften an und leiteten umgehend einen massiven Löschangriff ein.
Enorme Hitze verletzt Einsatzkräfte und beschädigt Fahrzeug
Der extreme Einsatz forderte von den Helfern alles ab. Im Verlauf der Löscharbeiten erlitten vier Feuerwehrleute leichte Verletzungen: Drei von ihnen klagten aufgrund der enormen Hitzeentwicklung über akute Kreislaufprobleme, ein weiterer Feuerwehrmann zog sich leichte Verbrennungen zu. Zudem war die thermische Strahlung so intensiv, dass ein Feuerwehrfahrzeug durch die Hitze beschädigt wurde. Für unbeteiligte Personen oder Anwohner bestand nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei jedoch keine Gefahr.
Tausende Holzsärge zerstört – B173 komplett gesperrt
In dem betroffenen Gebäude waren überwiegend Holzsärge gelagert, was den Flammen reichlich Nahrung bot. Der entstandene Sachschaden wird von den Behörden derzeit auf einen niedrigen siebenstelligen Betrag geschätzt – liegt also bei mindestens einer Million Euro. Aufgrund der andauernden, aufwendigen Löscharbeiten musste die Bundesstraße 173 im Bereich der Ortsdurchfahrt Trieb voll gesperrt werden. Eine großräumige Umleitung für den Verkehr wurde eingerichtet, dennoch kam es zu erheblichen Behinderungen im Berufsverkehr.
Nachlöscharbeiten mit schwerem Gerät
Die Feuerwehr ist auch am Morgen weiterhin gefordert: Aktuell wird das Gebäude mit schwerem Gerät teilweise abgetragen. Nur so ist es den Einsatzkräften möglich, verdeckte Glutnester im Inneren der Ruine zu erreichen und gezielt abzulöschen. Die Ermittler der Kriminalpolizei Coburg stehen bereit, können den Brandort für eine genaue Spurensicherung jedoch erst nach dem endgültigen Abschluss aller Löscharbeiten betreten.
Eingesetzt waren die Feuerwehren Trieb, Wallenstadt, Michelau, Hochstadt, Burgkunstadt, Obersdorf, Horb, Altenkunstadt, Wolfsloch, Marktzeuln, Lichtenfels und Bad Staffelstein.
ERSTMELDUNG (Mittwoch, 01. Juli 2026 / 08:54 Uhr)
Ein verheerender Großbrand im Lichtenfelser Ortsteil Trieb hält seit den frühen Morgenstunden des Mittwochs (01. Juli) rund 250 Einsatzkräfte in Atem. Gegen kurz vor 1:00 Uhr nachts ging der Alarm über eine brennende Lagerhalle ein, deren Feuerschein bereits aus weiter Ferne am Nachthimmel zu sehen war. Wie die Polizei gegenüber TVO erklärte, wird am Morgen damit begonnen, das Gebäude in Teilen abzureißen um die Löscharbeiten zu erleichtern.
Halle lichterloh in Flammen – Löschroboter im Einsatz
Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das rund 100 Meter lange Gebäude eines Großhändlers für Trauerbedarf bereits lichterloh in Flammen. Die Halle war mit geschätzt tausenden Särgen und Sargeinlagen gefüllt, was den Flammen massive Nahrung bot. Im Verlauf des Brandes stürzte das Hallendach größtenteils ein. Mit einem umfassenden Löschangriff von allen Seiten und dem Einsatz von zwei Drehleitern gelang es den Wehrleuten, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Um die Brandherde im Inneren der einsturzgefährdeten Halle sicher zu bekämpfen, wurde zudem ein Spezial-Löschroboter aus Altenkunstadt angefordert.
Hoher Schaden und erhebliche Verkehrsbehinderungen
Nach ersten Schätzungen wird allein der Inventarschaden auf mindestens eine Million Euro beziffert. Die Brandursache ist derzeit noch völlig unklar; die Kriminalpolizei Coburg hat noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen. Die Löscharbeiten dauern weiterhin an. Für den morgendlichen Berufsverkehr hat der Einsatz massive Auswirkungen: Die Bundesstraße B173 bleibt im Bereich der Unfallstelle voraussichtlich noch für einige Stunden voll gesperrt. Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.