Mi., 13.10.2021 , 10:27 Uhr

Oberfranken

Finanzkontrolle Schwarzarbeit: Restaurantkette in Oberfranken verursacht 100.000 Euro Schaden

Urteile gegen vier Verantwortliche gesprochen

Amtsgericht und Staatsanwaltschaft Bayreuth beendeten jetzt mit Urteilen gegen die jeweiligen Verantwortlichen einen umfangreichen Ermittlungskomplex des Zolls gegen eine südasiatische Restaurantkette in Oberfranken. Die ermittelnden Behörden bilanzierten einen Schaden im Bereich der Sozialversicherungen auf knapp 100.000 Euro. Dies teilte das Hauptzollamt Schweinfurt am Mittwoch (13. Oktober) mit.

Durchsuchungen und Vernehmungen durch die Zollbehörden

Vier Verantwortliche der jeweiligen Gaststätten akzeptierten laut Informationen des Hauptzollamtes Strafbefehle nun Geldstrafen zwischen 8.000 und 9.000 Euro. Den Betroffenen wurde von der Staatsanwaltschaft zur Last gelegt, Arbeitsentgelt (Sozialversicherungsbeiträge) über mehrere Monate hinweg vorenthalten oder veruntreut zu haben. Die Ermittlungen der Behörden dauerten über zwölf Monate. Hauptverantwortlich hierfür war die beim Hauptzollamt Schweinfurt angesiedelte Abteilung zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung. Zuvor fanden bereits Kontrollen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit Bamberg statt, die in den Jahren 2019 und 2020 zu Durchsuchungen von Geschäftsräumen und Vernehmungen von Verantwortlichen des betreffenden Restaurants führten.

Ausländische Arbeitnehmer illegal beschäftigt

Im Zusammenhang mit den umfangreichen Ermittlung konnte der Zoll zudem weitere Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Pflichtverletzungen (unter anderem: Stundenaufzeichnungspflichten oder Sofortmeldepflichten gegenüber der Rentenversicherung) abschließen. In mehreren Restaurants der Kette trafen Zöllner außerdem ausländische Arbeitnehmer ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung oder ohne eine entsprechende Erlaubnis zur Ausübung einer Tätigkeit in Deutschland an. Gegen die vier Unternehmensverantwortlichen verhängte die Straf- und Bußgeldstelle des Hauptzollamts Schweinfurt hierbei insgesamt neun Bußgelder mit einer Gesamthöhe von 8.500 Euro.

Gericht Oberfranken Prozess Restaurant Schwarzarbeit Urteil Zoll

Das könnte Dich auch interessieren

11.03.2026 Großkontrolle in Oberfranken: Zoll sucht nach Schwarzarbeitern Mit 27 Einsatzkräften hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Schweinfurt am Dienstag (10. März) Baustellen in Oberfranken überprüft. Die Kontrollen fanden im Rahmen einer bundesweiten Schwerpunktaktion des Zolls zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung im Baugewerbe statt. 19.11.2025 Schwarzarbeit in Oberfranken: Großangelegte Kontrolle im Wach- und Sicherheitsgewerbe Im gesamten Bundesgebiet wurden am Montag verstärkte Prüfungen zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung im Wach- und Sicherheitsgewerbe durchgeführt, so auch in Oberfranken. Dies geht aus einer Mitteilung des Hauptzollamts Schweinfurt hervor. 29.09.2026 Oberfranken: Umfassende Überprüfungen im Friseur - und Kosmetikgewerbe Im Rahmen einer Schwerpunktprüfung im Friseur- und Kosmetikgewerbe überprüften die Hauptzollämter Schweinfurt und Regensburg in Oberfranken die Beschäftigungsverhältnisse. Dabei ging es um die Einhaltung des Mindestlohns, Schwarzarbeit und weitere Verstöße. 14.10.2026 Schluss mit Alkohol an Bahnhöfen: Neue Regeln für mehr Sicherheit und Sauberkeit Ab Donnerstag (15. Oktober) gilt an Bahnhöfen der Deutschen Bahn ein Alkoholkonsumverbot. Ziel der Maßnahme ist es, das Sicherheitsgefühl der eisenden zu stärken, Konflikte zu reduzieren und die Aufenthaltsqualität an den Bahnhöfen zu verbessern.