In Oberfranken werden die wenigsten Kinder geboren. Laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik liegt Oberfranken mit im Schnitt 1,29 Kindern im Vergleich mit den anderen sechs Regierungsbezirken auf dem letzten Platz.
Bayreuth weit abgeschlagen
Weit abgeschlagen ist die Stadt Bayreuth. Hier liegt die Geburtenziffer aktuell bei nur 1,06 Kindern. Davor liegt nur noch Würzburg in Unterfranken mit 1,01 Kindern je Frau. Dies begründet das Landesamt unter anderem mit der hohen Zahl an Studenten.
Städte mit Universitäten haben zwar eine vergleichsweise junge Bevölkerung mit vielen Frauen im fertilen Alter, bei den meisten dieser Frauen liegt der Fokus aber auf der Ausbildung oder dem Berufseinstieg. Entsprechend fällt die Anzahl der Lebendgeborenen auf eine große Gesamtzahl an Frauen zwischen 15 und 49 Jahren, wodurch die Rate in diesen Städten relativ niedrig ist.
Niedrigster Wert seit 2006
Im Jahr 2025 sank laut Statistik im Freistaat Bayern sowohl die Zahl der Lebendgeborenen als auch die zusammengefasste Geburtenziffer. Mit 1,34 Kindern je Frau erreicht sie den niedrigsten Wert seit 2006. Zwischen 2000 und 2015 lag sie durchschnittlich noch bei 1,38 Kindern je Frau, wobei sie von 1,32 (2006) bis 1,48 (2015) reichte.
Höchste Geburtenrate kurz nach der Pandemie
In den Jahren 2016 bis 2020 stabilisierte sich die Quote auf einem höheren Niveau von 1,55 bis 1,56 Kindern je Frau. Im Jahr 2021 – dem ersten Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie – erreichte sie mit 1,61 Kindern den höchsten Stand seit 1972. Seitdem ist die Geburtenziffer jedoch kontinuierlich zurückgegangen und liegt 2025 deutlich unter dem Niveau der Vorjahre.
Ranking der Regierungsbezirke
Die Geburtenrate liegt im langjährigen Vergleich in allen sieben Regierungsbezirken Bayerns unter dem Niveau von vor zehn Jahren.