UPDATE (Freitag, 19. Juni 2026 / 10:37 Uhr)
Ein beschädigter Kanister auf einem Lastwagen hat am Donnerstagabend (18. Juni) einen größeren Gefahrguteinsatz im Hofer Stadtgebiet ausgelöst. Auf dem Betriebsgelände eines Logistikunternehmens in der Fuhrmannstraße trat eine hochgradig ätzende Chemikalie aus, was einen stundenlangen Einsatz von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW), Rettungsdienst und Polizei nach sich zog, wie die Polizei jetzt mitteilt.
Ätzende Chemikalie beschädigt Lkw-Ladung
Gegen 23:00 Uhr ging der Alarm bei den Rettungskräften ein. Nach derzeitigem Ermittlungsstand war ein Kanister mit Antimontrichlorid – einer stark ätzenden Flüssigkeit – vermutlich schon während einer vorherigen Fahrt auf einem Sattelanhänger beschädigt worden. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Gefahrstoff bereits auslief. Spezialkräfte der Feuerwehr gingen umgehend gegen die Ausbreitung vor. Es gelang ihnen, die ausgelaufene Substanz mit speziellen Mitteln abzubinden und sicher einzudämmen. Die beschädigte Ladung verblieb zunächst gesichert auf dem Gelände und soll im Laufe des Freitags von einer Entsorgungs-Fachfirma abgeholt werden. Nach aktuellen Informationen der Polizei gab es weder Verletzte noch nennenswerte Sachschäden am Gebäude oder Fahrzeug.
Dekontaminationsstelle eingerichtet und Verkehr umgeleitet
egen des Umgangs mit dem gefährlichen Stoff überließ die Feuerwehr nichts dem Zufall: Die Einsatzkräfte bauten eine Dekontaminationsstelle auf, um eingesetzte Atemschutzträger, Schutzkleidung und genutztes Material direkt vor Ort gründlich reinigen zu können. Zur Unterstützung der lokalen Beamten war auch ein Gefahrgutexperte des Polizeipräsidiums Oberfranken vor Ort, um die Ermittlungen zu begleiten. Der Einsatz dauerte insgesamt rund dreieinhalb Stunden. Während der Maßnahmen mussten im Bereich der Fuhrmannstraße zeitweise Verkehrsregelungen und Absperrungen eingerichtet werden. Die Polizeiinspektion Hof hat die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen und der Ursache des Transportschadens aufgenommen.
ERSTMELDUNG (Freitag, 19. Juni 2026 / 08:55 Uhr)
Ein Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei hat in der Nacht zum Freitag (19. Juni) in einem Hofer Gewerbegebiet für Aufsehen gesorgt, wie die Agentur "News5" berichtet. Auf dem Gelände einer ansässigen Spedition war eine gefährliche Flüssigkeit ausgetreten, was einen stundenlangen Einsatz von rund 80 Rettungskräften nach sich zog.
Alarm zur späten Stunde
Die Alarmierung der Rettungskräfte erfolgte gegen 23:15 Uhr. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war auf einem Lastwagen, der auf dem Speditionsgelände abgestellt war, ein etwa 25 Kilogramm fassender Behälter beschädigt worden. Daraus trat Polyaluminiumchlorid aus – eine stark ätzende Flüssigkeit, die bei Hautkontakt oder Einatmen schwere Verletzungen verursachen kann.
Spezialkräfte im Chemikalienschutzanzug
Aufgrund der Gefährlichkeit des Stoffes ging die Feuerwehr unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen vor. Die Einsatzkräfte rückten mit speziellen Chemikalienschutzanzügen (CSA) vor, um das Leck zu orten, die Lage zu erkunden und den Gefahrstoff sicher aufzufangen. Um eine Verschleppung der Chemikalie zu verhindern, bauten die Helfer parallel eine Dekontaminationsstelle auf. Dort wurden alle eingesetzten Kräfte sowie die Ausrüstung nach dem Verlassen des Gefahrenbereichs gründlich gereinigt.
Keine Verletzten nach stundenlangem Einsatz
Neben der Feuerwehr waren auch das Technische Hilfswerk (THW), der Rettungsdienst und die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort. Trotz der nächtlichen Stunde zog sich der komplizierte Einsatz über mehrere Stunden hin. Nach bisherigen Informationen der Einsatzleitung wurde bei dem Vorfall niemand verletzt. Warum der Behälter auf dem Lkw leckschlug und die ätzende Flüssigkeit austreten konnte, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.