Die Hochschule Hof hat von der Stadt Bayreuth Fördermittel für ein innovatives Digitalisierungsprojekt erhalten. Unter dem Titel „3D-Digitalisierung historischer Bühnenbilder des Bayreuther Festspielhauses“ sollen bedeutende Bühnenbildmodelle aus dem Archiv des Richard Wagner Museums mithilfe moderner KI-Technologien digital rekonstruiert und zugänglich gemacht werden.
Projekt ist Teil des Jubiläumsjahres
Das Vorhaben ist Teil des Jubiläumsjahres „Festival150“ 2026 und erweitert das kulturelle Programm der Bayreuther Festspiele um eine digitale Komponente. Die historischen Modelle zu den Opern Richard Wagners zählen zu den wichtigsten Zeugnissen der Theatergeschichte. Sie geben Einblicke in Inszenierungskonzepte und zeigen die Entwicklung des Gesamtkunstwerks über mehr als ein Jahrhundert.
Über 100 Modelle im Archiv
Über 100 dieser detailreichen Modelle befinden sich im Archiv, von denen viele bislang kaum öffentlich präsentiert wurden. Ziel des Projekts ist es, ausgewählte Stücke digital zu sichern, wissenschaftlich zu erschließen und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Bühnenbilder virtuell erkunden
Künftig sollen Besucher die Bühnenbilder virtuell erkunden können. Dabei wird es möglich sein, sich frei durch die Modelle zu bewegen und zusätzliche Informationen zu Aufbau, Dramaturgie und Inszenierung abzurufen. Erste Ergebnisse werden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen vorgestellt, etwa beim RiWa-Straßenfestival oder auf der Festmeile während des Jubiläumsjahres.
Projekt soll Leitlinien entwickeln
Neben der Vermittlung steht auch die Forschung im Fokus: Das Projekt, das von April bis Oktober 2026 läuft, schafft die Grundlage für eine umfassende Digitalisierung des gesamten Bestands und entwickelt zugleich Leitlinien für zukünftige Digitalisierungsprojekte im Kulturbereich.