Im Landkreis Kulmbach sind mehrere Fälle des Shamonda-Viruses aufgetreten. Bislang sind Rinder in insgesamt vier Milchbetrieben betroffen, dies teilte das Landratsamt mit.
Landratsamt bestätigt Fälle
Beim Shamonda-Virus handelt es sich um eine Tierkrankheit, die durch Stechmücken übertragen wird. Betroffen sein können vor allem Rinder, aber auch Schafe, Ziegen und Pferde. Nach Angaben des Landratsamtes Kulmbach ist das Virus in bislang vier Milchviehbetrieben im Landkreis Kulmbach ausgebrochen. Die tatsächliche Zahl könnte allerdings höher liegen, denn eine Infektion ist derzeit weder meldepflichtig noch tierseuchenrechtlich gelistet.
Gefahren vor allem für ungeborene Kälber
Typische Symptome sind Fieber, Durchfall und ein deutlicher Rückgang der Milchleistung. Besonders gefährlich kann eine Infektion für ungeborene Kälber sein – möglich sind Fehlgeburten und schwere Missbildungen. Einen Impfstoff gibt es bislang nicht. Als wichtigste Schutzmaßnahme gilt deshalb, die übertragenden Insekten von den Tieren fernzuhalten. Für Menschen besteht nach aktuellem Kenntnisstand kein relevantes Infektionsrisiko.