Tag Archiv: Virus

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Hof: Vogelgrippe-Beobachtungsgebiet wird aufgehoben

Das aufgrund der Geflügelpest seit 30 Tagen gültige Beobachtungsgebiet im gesamten Stadtgebiet Hof wird am Freitag (03. März) aufgehoben. Die Stallpflicht für Geflügel bleibt allerdings bestehen.

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Warnung der Polizei: Trojaner im Anhang an gefälschte Mobilfunkrechnungen

Das Polizeipräsidium Oberfranken warnt vor einem Verschlüsselungs-Trojaner, den Kriminelle derzeit als Anhang von gefälschten Rechnungen eines Mobilfunkanbieters versenden. Gegen Zahlung eines Lösegelds versprechen die Betrüger die Freigabe der gesperrten Dateien.

Schadsoftware verschlüsselt Daten auf der Festplatte

In einer zip-Datei und angehängt an eine angebliche Mail des Mobilfunkunternehmens versteckt sich der Verschlüsselungs-Trojaner Crypt0l0cker. Die optisch gut gefälschten Rechnungen, die inzwischen auch in Oberfranken aufgetaucht sind, fordern den Empfänger auf, einen Button anzuklicken. Nach Betätigen der Schaltfläche installiert sich die Schadsoftware und verschlüsselt alle Dateien auf der Festplatte. Auch Dateien auf eventuell verbundenen USB-Datenträgern und in angeschlossenen Netzwerken sperrt der Trojaner. Anschließend versprechen die Täter die Entschlüsselung der Daten gegen Zahlung eines Geldbetrags in Form der digitalen Währung „Bitcoin“ über das Darknet.

Tipps der Polizei

  • Überprüfen Sie bei eingehendem Schriftverkehr immer, ob Sie auch die tatsächlich angeschriebene Person sind und ob die Kundennummer korrekt ist, oftmals verwenden die Kriminellen willkürlich ausgewählte Daten.
  • Öffnen Sie keine E-Mail-Anhänge, wenn Sie Zweifel an der Unbedenklichkeit haben.
  • Sichern Sie regelmäßig Ihren Datenbestand!
  • Halten Sie Betriebssystem, Virenscanner und installierte Software mit Updates aktuell.
  • Sollte sich ein Verschlüsselungs-Trojaner installiert haben, entrichten Sie das „Lösegeld“ nicht, denn auf das Versprechen der Erpresser kann sich der Zahler nicht verlassen.
  • Häufig steht im Internet Entschlüsselungssoftware für Trojaner zur Verfügung, die Sie kostenfrei downloaden können und die ihre Dateien wieder freigibt.
  • Sichern Sie die E-Mail (gegebenenfalls fotografisch) und bringen Sie den Vorgang bei Ihrer nächsten Polizeidienststelle zur Anzeige.
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Stadt & Landkreis Hof: Ausbruch der Vogelgrippe – Sperrbezirke eingerichtet

Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe haben Stadt und Landkreis Hof jetzt Sperrbezirke eingerichtet. Darüber informierten Vertreter von Stadt und Landkreis am Mittwochmittag (1. Februar) in einem Pressegespräch. Nachdem bereits bei einem toten Schwan, der am Freitag (27. Januar) im Hofer Stadtteil Fabrikvorstadt gefunden wurde, am Montag (30. Januar) das Virus H5N8 nachgewiesen wurde (Wir berichteten!), bestätigte sich jetzt auch der Fall in einem Geflügelbestand im Bad Stebener Ortsteil Horwagen (Landkreis Hof).

Stadt Hof: Auf der Saale wurden am Freitag (27.1.17) insgesamt zwei tote Schwäne gefunden
Horwagen (Bad Steben): Hier wurden bereits 22 Hühner vorsorglich getötet

Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet eingerichtet

Die Stadt Hof hatte bereits durch eine Allgemeinverfügung für das gesamte Stadtgebiet einen Sperrbezirk eingerichtet. Dieser reicht bis in das Landkreisgebiet hinein. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr hat das Veterinäramt des Landkreises deshalb ab sofort ebenfalls einen Sperrbezirk sowie darüber hinaus ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von mindestens 10 Kilometer per Allgemeinverfügung für das entsprechende Gebiet im Landkreis festgesetzt. Im Bereich dieser Schutzzonen gelten für Geflügelhalter nun besondere Vorschriften über die reine Aufstallungspflicht hinaus.

Stadt & Landkreis Hof: Ausbruch der Vogelgrippe - Sperrbezirke eingerichtet
(Aktuell-Bericht vom 1.2.17)
Vogelgrippe in Hof: Gesamtes Stadtgebiet ist jetzt Sperrbezirk
(Aktuell-Bericht vom 31.1.17)

Für Geflügelzüchter sowie Besitzer von Vierbeinern gelten spezielle Regeln

Der Sperrbezirk trifft vor allem die Züchter von Geflügel. Die Anordnungen besagen, dass diese Tiere sowie ihre Erzeugnisse den Sperrbezirk nicht verlassen dürfen, sowie weiteres Geflügel in diese Zone nicht hineingebracht werden darf. Auch Besitzer von Hunden und Katzen sind nicht ausgenommen. In der Stadt Hof gilt ein förmliches Verbot für freilaufende Hunde und Katzen. Der Landkreis hat hingegen nur eine Empfehlung hierfür ausgesprochen.

Sperrbezirk für 21 Tage

Um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern, wurden nun die Sperrbezirke ausgezeichnet. Hier gelten für die Dauer von 21 beziehungsweise 30 Tagen strenge Auflagen.

Für die Dauer von 21 Tagen:

  • Gehaltene Vögel und Bruteier dürfen nicht aus einem Bestand verbracht werden.
  • Frisches Fleisch, Hackfleisch oder Separatorenfleisch, Fleischerzeugnisse, Fleischzubereitungen, das oder die von gehaltenen Vögeln oder von Federwild aus dem Sperrbezirk gewonnen worden ist oder sind, dürfen nicht verbracht werden.
  • Tierische Nebenprodukte von gehaltenen Vögeln dürfen aus einem Bestand nicht verbracht werden.
  • Der Tierhalter hat sicherzustellen, dass an den Ein- und Ausgängen der Ställe oder sonstigen Standorte, in denen Geflügel gehalten wird, Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen ausgelegt werden und diese mit einem wirksamen Desinfektionsmittel getränkt und stets damit feucht gehalten werden.
  • Die Jagd auf Federwild ist verboten. Vom 22. bis zum 30. Tag darf Federwild nur mit Genehmigung oder auf Anordnung der Stadt Hof gejagt werden.
  • Geflügel darf nur im Durchgangsverkehr auf Straßen des Fernverkehrs oder Schienenverbindungen befördert werden und nur, soweit das Fahrzeug nicht anhält und Geflügel nicht entladen wird.

Für die Dauer von 30 Tagen:

  • Gehaltene Vögel dürfen nicht zur Aufstockung des Wildvogelbestandes freigelassen werden.
  • Wer einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese im Sperrbezirk nicht frei umherlaufen.

Weitere wichtige Informationen zum Download

Bereits am 18. November 2016 hat das Bayerische Staatministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) eine allgemeine Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel in Bayern angeordnet. Diese auf zunächst unbestimmte Zeit erlassene Verfügung gilt auch für das gesamte Gebiet des Landkreises Hof sowohl für gewerbsmäßige Geflügelhalter als auch für Züchter und Privatpersonen, die Geflügel halten. Zudem wurde ein bayernweites Verbot für Ausstellungen, Märkte und Veranstaltungen ähnlicher Art von Geflügel und gehaltenen Vögeln anderer Arten angeordnet. Da Tauben häufig in gemischten Beständen mit Ziergeflügel gehalten werden und als passive Überträger des Erregers dienen können, betrifft das Verbot auch reine Taubenausstellungen.

Um den Übergriff des Virus auf Stallungen zu verhindern, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine „Verordnung über besondere Schutzregeln in kleinen Geflügelhaltungen" erlassen. Diese Eil-Verordnung wurde am 18.11.2016 veröffentlicht und ist am 21.11.2016 in Kraft getreten. Damit gelten auch für kleinere Geflügelhaltungen unter 1000 Tieren und Hobbyhaltungen strengere Anforderungen (siehe Anhang).

Veterinäramt bittet um Meldung von toten Vögeln 

Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, verendete Wasservögel dem Veterinäramt zu melden. Tote Tiere sollten auf keinen Fall berührt werden. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an das Veterinäramt der Stadt Hof unter der Telefonnummer: 09281 / 8151192.

Wie gefährlich ist H5N8 für den Menschen?
Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut sind Infektionen des Menschen mit H5N8-Viren bislang nicht bekannt. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass das Virus auch auf den Menschen übertragen werden kann. Das Institut empfiehlt erhöhte Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Geflügel und Wildvögeln. Der Rat gilt vor allem an betroffene Landwirte. Sie sollen unbedingt die Hygiene einhalten.

Empfehlungen des Friedrich-Löffler Institutes

  • Umsetzung strenger Biosicherheitsmaßnahmen in allen Geflügel haltenden Betrieben, auch Kleinstbetrieben, einschließlich Schuh- und Kleidungswechsel, Desinfektionsmaßnahmen
  • Risikobasierte Einschränkung der Freilandhaltung (Aufstallung) von Geflügel (mindestens in Regionen mit hoher Wildvogeldichte, hoher Geflügeldichte, in der Nähe von Wildvogelrast- und Wildvogelsammelplätzen oder an bestehenden H5N8 Fundorten)
  • Aufstallung von Zoovögeln soweit möglich, Zugangsbeschränkungen zu Vogelhäusern/Vogelschauen
  • Keine Kontaktmöglichkeit von Geflügel in Freilandhaltungen mit natürlichen Gewässern
  • Meldung verendeter oder kranker Wildvögel an die zuständige Veterinärbehörde
  • Verstärkte Untersuchung von Geflügelhaltungen; bei Hühnervögeln vermehrt klinische Untersuchung, bei Gänsen und Enten PCR-Untersuchungen von kombinierten Rachen- und Kloakenproben gemäß den gesetzlichen Vorschriften
  • Verstärkte Untersuchung insbesondere von verendeten oder am Wasser lebenden Wildvögeln auf aviäre Influenzaviren (passives und aktives Wildvogelmonitoring, letzteres insbesondere über Kotproben aus der Umwelt)
  • Kein Kontakt von Jägern, die mit Federwild in Berührung gekommen sind, zu Geflügel, ggf. Jagdverbot auf Federwild
  • Vermeidung des direkten Kontakts von Personen und Haustieren zu toten oder kranken Wildvögeln
  • Überprüfung der Durchführbarkeit der in den Krisenplänen für den Seuchenfall vorgesehenen Maßnahmen und Aktualisierung der Pläne, soweit erforderlich

Weiterführende Informationen des Friedrich-Löffler-Instituts

Das Friedrich-Loeffler-Institut ist das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Es hat seinen Hauptsitz in Greifswald, auf der Insel Riems. Das FLI hat eine Broschüre zur Vermeidung der Verbreitung der Geflügelpest und dem Schutz vor dem Virus veröffentlicht. Diese kann auf der Seite des Institutes heruntergeladen werden. HIER DER LINK!

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Toter Schwan: Ausbruch der Vogelgrippe in der Stadt Hof

In der Stadt Hof ist die Geflügelpest ausgebrochen. Am gestrigen Montag (30. Januar) wurde bei einem Schwan, der auf der Saale im Stadtteil Fabrikvorstadt tot aufgefunden wurde, das Grippevirus H5N8 nachgewiesen. Insgesamt wurden zwei tote Tiere gefunden. Bereits am gestrigen Tag berichteten wir über die vorsorgliche Tötung von 22 Hühnern in Horwagen (Landkreis Hof). Hier dauern die Untersuchungen noch an, ob auch in diesem Fall die Geflügelpest vorliegt. Wir berichteten!

Aktuell-Bericht vom Dienstag (31. Januar)

Aktuell kommt es, insbesondere bei Wasservögeln und aasfressenden Wildvögeln, zu einer Häufung an Todesfällen. Die Infektionen sind sehr ansteckend und verbreiten sich in einer empfänglichen Vogelpopulation sehr schnell. Die Krankheit ist auch für Hausgeflügel hochansteckend und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen.

Sperrbezirk für 21 Tage

Um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern, wurde das gesamte Stadtgebiet Hof zum Sperrbezirk erklärt. Im Sperrbezirk gelten für die Dauer von 21 Tagen beziehungsweise 30 Tagen strenge Auflagen.

Für die Dauer von 21 Tagen:

  • Gehaltene Vögel und Bruteier dürfen nicht aus einem Bestand verbracht werden.
  • Frisches Fleisch, Hackfleisch oder Separatorenfleisch, Fleischerzeugnisse, Fleischzubereitungen, das oder die von gehaltenen Vögeln oder von Federwild aus dem Sperrbezirk gewonnen worden ist oder sind, dürfen nicht verbracht werden.
  • Tierische Nebenprodukte von gehaltenen Vögeln dürfen aus einem Bestand nicht verbracht werden.
  • Der Tierhalter hat sicherzustellen, dass an den Ein- und Ausgängen der Ställe oder sonstigen Standorte, in denen Geflügel gehalten wird, Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen ausgelegt werden und diese mit einem wirksamen Desinfektionsmittel getränkt und stets damit feucht gehalten werden.
  • Die Jagd auf Federwild ist verboten. Vom 22. bis zum 30. Tag darf Federwild nur mit Genehmigung oder auf Anordnung der Stadt Hof gejagt werden.
  • Geflügel darf nur im Durchgangsverkehr auf Straßen des Fernverkehrs oder Schienenverbindungen befördert werden und nur, soweit das Fahrzeug nicht anhält und Geflügel nicht entladen wird.

Für die Dauer von 30 Tagen:

  • Gehaltene Vögel dürfen nicht zur Aufstockung des Wildvogelbestandes freigelassen werden.
  • Wer einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese im Sperrbezirk nicht frei umherlaufen.

Weitere wichtige Informationen zum Download

Bereits am 18. November 2016 hat das Bayerische Staatministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) eine allgemeine Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel in Bayern angeordnet. Diese auf zunächst unbestimmte Zeit erlassene Verfügung gilt auch für das gesamte Gebiet des Landkreises Hof sowohl für gewerbsmäßige Geflügelhalter als auch für Züchter und Privatpersonen, die Geflügel halten. Zudem wurde ein bayernweites Verbot für Ausstellungen, Märkte und Veranstaltungen ähnlicher Art von Geflügel und gehaltenen Vögeln anderer Arten angeordnet. Da Tauben häufig in gemischten Beständen mit Ziergeflügel gehalten werden und als passive Überträger des Erregers dienen können, betrifft das Verbot auch reine Taubenausstellungen. (Siehe Downloads)

Um den Übergriff des Virus auf Stallungen zu verhindern, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine „Verordnung über besondere Schutzregeln in kleinen Geflügelhaltungen" erlassen. Diese Eil-Verordnung wurde am 18.11.2016 veröffentlicht und ist am 21.11.2016 in Kraft getreten. Damit gelten auch für kleinere Geflügelhaltungen unter 1000 Tieren und Hobbyhaltungen strengere Anforderungen (siehe Anhang).

Veterinäramt bittet um Meldung von toten Vögeln 

Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, verendete Wasservögel dem Veterinäramt zu melden. Tote Tiere sollten auf keinen Fall berührt werden. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an das Veterinäramt der Stadt Hof unter der Telefonnummer: 09281 / 8151192.

Wie gefährlich ist H5N8 für den Menschen?
Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut sind Infektionen des Menschen mit H5N8-Viren bislang nicht bekannt. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass das Virus auch auf den Menschen übertragen werden kann. Das Institut empfiehlt erhöhte Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Geflügel und Wildvögeln. Der Rat gilt vor allem an betroffene Landwirte. Sie sollen unbedingt die Hygiene einhalten.

Empfehlungen des Friedrich-Löffler Institutes

  • Umsetzung strenger Biosicherheitsmaßnahmen in allen Geflügel haltenden Betrieben, auch Kleinstbetrieben, einschließlich Schuh- und Kleidungswechsel, Desinfektionsmaßnahmen
  • Risikobasierte Einschränkung der Freilandhaltung (Aufstallung) von Geflügel (mindestens in Regionen mit hoher Wildvogeldichte, hoher Geflügeldichte, in der Nähe von Wildvogelrast- und Wildvogelsammelplätzen oder an bestehenden H5N8 Fundorten)
  • Aufstallung von Zoovögeln soweit möglich, Zugangsbeschränkungen zu Vogelhäusern/Vogelschauen
  • Keine Kontaktmöglichkeit von Geflügel in Freilandhaltungen mit natürlichen Gewässern
  • Meldung verendeter oder kranker Wildvögel an die zuständige Veterinärbehörde
  • Verstärkte Untersuchung von Geflügelhaltungen; bei Hühnervögeln vermehrt klinische Untersuchung, bei Gänsen und Enten PCR-Untersuchungen von kombinierten Rachen- und Kloakenproben gemäß den gesetzlichen Vorschriften
  • Verstärkte Untersuchung insbesondere von verendeten oder am Wasser lebenden Wildvögeln auf aviäre Influenzaviren (passives und aktives Wildvogelmonitoring, letzteres insbesondere über Kotproben aus der Umwelt)
  • Kein Kontakt von Jägern, die mit Federwild in Berührung gekommen sind, zu Geflügel, ggf. Jagdverbot auf Federwild
  • Vermeidung des direkten Kontakts von Personen und Haustieren zu toten oder kranken Wildvögeln
  • Überprüfung der Durchführbarkeit der in den Krisenplänen für den Seuchenfall vorgesehenen Maßnahmen und Aktualisierung der Pläne, soweit erforderlich

Weiterführende Informationen des Friedrich-Löffler-Instituts

Das Friedrich-Loeffler-Institut ist das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Es hat seinen Hauptsitz in Greifswald, auf der Insel Riems. Das FLI hat eine Broschüre zur Vermeidung der Verbreitung der Geflügelpest und dem Schutz vor dem Virus veröffentlicht. Diese kann auf der Seite des Institutes heruntergeladen werden. HIER DER LINK!

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Horwagen: 22 Hühner wegen Verdacht auf Vogelgrippe getötet

Wie das Landratsamt Hof am Montag (30. Januar) berichtet, besteht in einem Geflügelbestand in Bad Stebener Ortsteil Horwagen (Landkreis Hof) der Verdacht des Ausbruchs der Vogelgrippe. Das Veterinäramt hat umgehend entsprechende Maßnahmen ergriffen. Alle Tiere des Bestandes wurden bereits getötet. 

Genauere Untersuchungen dauern an

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen hat in Horwagen bei verendeten Hühnern den Virus des Subtypes H5 nachgewiesen. Weitere Untersuchungen zur spezifischen Differenzierung laufen derzeit am Friedrich-Löffler-Institut (FLI) in Greifswald. Erst dann gibt es das endgültige Ergebnis, ob es sich um die Geflügelpest handelt.

Möglicherweise muss Sperrbezirk errichtet werden

Sollte sich der Verdacht durch das Friedrich-Löffler-Institut bestätigen, wird das Landratsamt Hof erneut eine Allgemeinverfügung erlassen. Demnach wird ein Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern um das Anwesen des betroffenen Geflügelbestandes festgelegt. Alle im Sperrbezirk liegenden Geflügelhaltungen werden bei Bestätigung des Verdachtes vom Veterinäramt untersucht. Im Sperrbezirk sind 44 Geflügelhalter mit 1.044 Tieren gemeldet.

Veterinäramt bittet um Meldung von toten Vögeln 

Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, verendete Wasservögel dem Veterinäramt zu melden. Tote Tiere sollten auf keinen Fall berührt werden. Des Weiteren wird empfohlen, Katzen und Hunde nicht frei laufen zu lassen.

Weiterhin Stallpflicht und Verbot von Ausstellungen, Märkten und Veranstaltungen ähnlicher Art von Geflügel und gehaltenen Vögel anderer Arten

Bereits am 18. November 2016 hat das Bayerische Staatministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) eine allgemeine Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel in Bayern angeordnet. Diese auf zunächst unbestimmte Zeit erlassene Verfügung gilt auch für das gesamte Gebiet des Landkreises Hof sowohl für gewerbsmäßige Geflügelhalter als auch für Züchter und Privatpersonen, die Geflügel halten. Zudem wurde ein bayernweites Verbot für Ausstellungen, Märkte und Veranstaltungen ähnlicher Art von Geflügel und gehaltenen Vögeln anderer Arten angeordnet. Da Tauben häufig in gemischten Beständen mit Ziergeflügel gehalten werden und als passive Überträger des Erregers dienen können, betrifft das Verbot auch reine Taubenausstellungen.

Hinweise des Landratsamtes Hof an Geflügelhalter

Neben den bereits erlassenen Allgemeinverfügungen zur Stallpflicht ist beigefügte Verordnung bereits jetzt zu beachten. Geflügelhalter müssen demnach insbesondere sicherstellen, dass

  • die Ein- und Ausgänge zu den Ställen oder sonstigen Standorte des Geflügels gegen unbefugten Zutritt oder unbefugtes Befahren gesichert sind,
  • die Ställe oder die sonstigen Standorte des Geflügels von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegkleidung betreten werden und dass diese Personen die Schutz- und Einwegkleidung nach Verlassen des Stalles oder sonstigen Standorts des Geflügels unverzüglich ablegen,
  • Schutzkleidung nach Gebrauch unverzüglich gereinigt und desinfiziert und Einwegkleidung nach Gebrauch unverzüglich unschädlich beseitigt wird,
  • eine betriebsbereite Einrichtung zum Waschen der Hände sowie eine Einrichtung zur Desinfektion der Schuhe vorgehalten wird.

Weitere Informationen

Die Verordnung ist auf der Seite des Landkreises Hof veröffentlich (landkreis-hof.de) veröffentlicht, ebenso die bereits erlassenen Allgemeinverfügungen. Darüber hinaus hat das Landesgesundheitsamt unter (lgl.bayern.de) weitere Informationen  veröffentlicht.

Wie gefährlich ist H5N8 für den Menschen?
Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut sind Infektionen des Menschen mit H5N8-Viren bislang nicht bekannt. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass das Virus auch auf den Menschen übertragen werden kann. Das Institut empfiehlt erhöhte Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Geflügel und Wildvögeln. Der Rat gilt vor allem an betroffene Landwirte. Sie sollen unbedingt die Hygiene einhalten.

Empfehlungen des Friedrich-Löffler Institutes

  • Umsetzung strenger Biosicherheitsmaßnahmen in allen Geflügel haltenden Betrieben, auch Kleinstbetrieben, einschließlich Schuh- und Kleidungswechsel, Desinfektionsmaßnahmen
  • Risikobasierte Einschränkung der Freilandhaltung (Aufstallung) von Geflügel (mindestens in Regionen mit hoher Wildvogeldichte, hoher Geflügeldichte, in der Nähe von Wildvogelrast- und Wildvogelsammelplätzen oder an bestehenden H5N8 Fundorten)
  • Aufstallung von Zoovögeln soweit möglich, Zugangsbeschränkungen zu Vogelhäusern/Vogelschauen
  • Keine Kontaktmöglichkeit von Geflügel in Freilandhaltungen mit natürlichen Gewässern
  • Meldung verendeter oder kranker Wildvögel an die zuständige Veterinärbehörde
  • Verstärkte Untersuchung von Geflügelhaltungen; bei Hühnervögeln vermehrt klinische Untersuchung, bei Gänsen und Enten PCR-Untersuchungen von kombinierten Rachen- und Kloakenproben gemäß den gesetzlichen Vorschriften
  • Verstärkte Untersuchung insbesondere von verendeten oder am Wasser lebenden Wildvögeln auf aviäre Influenzaviren (passives und aktives Wildvogelmonitoring, letzteres insbesondere über Kotproben aus der Umwelt)
  • Kein Kontakt von Jägern, die mit Federwild in Berührung gekommen sind, zu Geflügel, ggf. Jagdverbot auf Federwild
  • Vermeidung des direkten Kontakts von Personen und Haustieren zu toten oder kranken Wildvögeln
  • Überprüfung der Durchführbarkeit der in den Krisenplänen für den Seuchenfall vorgesehenen Maßnahmen und Aktualisierung der Pläne, soweit erforderlich

Weiterführende Informationen des Friedrich-Löffler-Instituts

Das Friedrich-Loeffler-Institut ist das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Es hat seinen Hauptsitz in Greifswald, genauer gesagt auf der zur Stadt gehörenden Insel Riems. Das Institut wurde nach seinem Gründer Friedrich Loeffler benannt. Das FLI hat eine Broschüre zur Vermeidung der Verbreitung der Geflügelpest und dem Schutz vor dem Virus veröffentlicht. Diese kann auf der Seite des Institutes heruntergeladen werden. HIER DER LINK!

 

Marktleuthen: Firma wird Opfer des Virus „Goldeneye“

Nach wie vor werden falsche Bewerbungs-E-Mails verschickt. Diese enthalten eine Schadsoftware, welche den betroffenen Computer sofort lahm legt. Wie nun bekannt wurde, gehört auch eine Firma in Marktleuthen (Landkreis Wunsiedel) zu den Betroffenen des Virus „Golden Eye“.

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Vogelgrippe H5N8: Landratsamt Hof legt Sperrzone fest

Die am Freitag (25. November) im Gemeindegebiet von Döhlau (Landkreis Hof) entdeckte tote Ente ist tatsächlich mit dem ansteckenden Vogelgrippe-Virus H5N8 infiziert gewesen. Das haben die Untersuchungen des Kadavers im nationalen Seuchenzentrum des Friedrich-Loeffler-Instituts ergeben. Wir berichteten am Montag!  Nun hat das Landratsamt Hof die Schutzzone, bestehend aus Sperrgebiet und Beobachtungsgebiet festgelegt.

Sperrzone für 21 Tage eingerichtet

Im Radius von drei Kilometern um den Fundort wurde ein Sperrbezirk eingerichtet. Dieser umfasst die Gemeinden Döhlau und Oberkotzau mit den in der Allgemeinverfügung genannten Gemeindeteilen. In diesem Sperrbezirk dürfen unter anderem gehaltene Vögel aus einem Bestand nicht verbracht werden oder auch nicht zur Aufstockung des Wildvogelbestandes freigelassen werden. Die Sperrzone wird für 21 Tage eingerichtet. 

Beobachtungsgebiet mit einem Radius von 10 Kilometern

Darüber hinaus wurde ein Beobachtungsgebiet festgelegt. Auch hier gelten Verhaltensregeln, ähnlich wie im Sperrbezirk. In diesem Bereich dürfen für die Dauer von 15 Tagen gehaltene Vögel nicht verbracht werden beziehungsweise für die Dauer von 30 Tagen gehaltene Vögel nicht zur Aufstockung des Wildvogelbestandes freigelassen werden. Der Radius von Sperrgebiet und Beobachtungsgebiet beträgt zusammen 10 km um den Fundort der toten Ente. Hunde und Katzen dürfen weder im Sperrgebiet noch im Beobachtungsgebiet frei laufen.

Menschliche Infektion mit dem H5N8-Virus nicht bekannt

Für den bei der Reiherente festgestellten H5N8-Virus sind besonders Wasservögel wie Enten, Gänse und Schwäne empfänglich. Eine Übertragung auf den Menschen gilt als unwahrscheinlich. Sowohl nach Aussage des Friedrich-Loeffler-Instituts als auch des Robert-Koch-Instituts gab es weltweit noch keine menschliche Infektion mit H5N8.

Weiterführende Informationen
Vogelgrippe-Alarm: Möglicher H5N8-Fall bei Döhlau
(Studio-Talk vom 25.11.16)
Vogelgrippe H5N8: Stallpflicht für Geflügel in Oberfranken!
(Aktuell-Bericht vom 21.11.16)

Weitere Informationen

Die Verordnung ist auf der Seite des Landkreises Hof veröffentlich (landkreis-hof.de) veröffentlicht, ebenso die bereits erlassenen Allgemeinverfügungen. Darüber hinaus hat das Landesgesundheitsamt unter (lgl.bayern.de) weitere Informationen veröffentlicht.

Bayreuth & Bamberg: Achtung! Falsche Nachrichtenseiten auf Facebook

Seit Montag (14. November) kursiert auf Facebook eine Nachrichtenseite mit dem Titel: „Bayreuth Aktuelle Nachrichten". Dies ist eine Fakeseite und verbreitet eine falsche Nachricht über ein Familiendrama in der Wagnerstadt. Diese Seite sollte gemieden werden, denn durch einen Weiterleitungslink zu einer angeblichen Polizeimeldung kann eine schädliche Software auf das Mobiltelefon oder den Rechner geladen werden. Auch für Bamberg kursiert jetzt eine derartige Seite in dem sozialen Netzwerk.

 

Vorsicht vor „Bayreuth Aktuelle Nachrichten"

Auf der Facebook-Seite „Bayreuth Aktuelle Nachrichten" wurde ein Link zu einem Bericht über ein Familiendrama in Bayreuth geteilt. Unter anderem heißt es dort, dass zwei Kinder getötet wurden und der Vater der Kinder anschließend Selbstmord begangen hat. Zum einen ist dies eine Falschmeldung, da eine solche Tat nicht stattfand. Zum anderen gelangt man durch das Anklicken des Links auf eine dubiose Seite, auf der man sich Schadsoftware einhandeln kann.

Möglicherweise schädliche Software

Klickt man auf der Facebook-Seite „Bayreuth Aktuelle Nachrichten" auf den entsprechenden Link wird man zu der Seite „http://newscenters.today“ weitergeleitet. Hier besteht dann die Möglichkeit, dass unbemerkt schadhafte Software auf das Smartphone oder den Computer geladen wird.

Auch Bamberg ist betroffen

Neben Bayreuth ist auch eine weitere oberfränkische Stadt betroffen, nämlich Bamberg. Auch die Facebook-Seite „Bamberg Aktuelle Nachrichten" ist eine falsche Nachrichtenseite, welche genau die gleiche Meldung über ein Familiendrama publiziert. Es wurde lediglich Bayreuth gegen Bamberg ausgetauscht. Zudem ist die Nachricht aus verschiedenen Meldungen zusammengesetzt.

Video oder Link suggeriert spektakulären Inhalt

Die Masche der Betrüger ist nicht neu. Man versucht die User durch einen angeblichen spektakulären Inhalt auf eine vermeintliche seriöse Seite zu leiten. Diese ähneln optisch bekannten Newsseiten. Klickt man diese Fakeseite an, ist es meist zu spät und man hat sich einen fiesen Trojaner eingefangen. Die Kriminellen überlagern zum Beispiel die geöffnete Seite mit einer zweiten Ebene. Hier löst der User mit einem aus seiner Sicht harmlosen Klick auf die Objekte die ungewollte Aktion aus. Dadurch kann dann gegebenenfalls ein Virus oder Malware installiert, ein schadhaftes Add-On für den Internet-Browser einrichtet oder eine Abo-Falle für Gewinnspiele oder Quizseiten eingerichtet werden.

Polizei kann derzeit wenig tun

Polizeisprecher Alexander Czech vom Polizeipräsidium Oberfranken kennt diese Facebookseite, konnte aber noch keine genaueren Angaben zu den Hintergründen der falschen Nachrichtenseite machen. Der Polizei wurden aber keine durch die Fakeseite verursachten Straftaten gemeldet.

Eigener Schutz vor Betrüger

Der einfachste Schutz im Internet ist der eigene Menschenverstand beziehungsweise ein gesundes Misstrauen. Bevor man irgendeinen Link anklickt, sollte man sich vergewissern, was man anklickt. Hier könnte schon ein Blick auf das Vorschaubild helfen. (siehe Bild). Kennt man womöglich die Quelle oder die Seite nicht, dann Hände weg davon. Weiterhin kann man sich natürlich auch schützen, indem man seine Anti-Viren-Programme immer auf dem aktuellen Stand hält. Meist wird dadurch gleich gefährliche Malware beim versuch der Installation abgewiesen.

Bayreuth / Forchheim: Rinderherpes in Oberfranken

Seit 2007 war Oberfranken frei vom Rinderherpes-Erreger BHV1 – jetzt wurde die Krankheit wieder eingeschleppt. Durch infizierte Tiere aus einem österreichischen Viehhandelsunternehmen erreichte der Virus die Region. Insgesamt drei Höfe in den Landkreisen Bayreuth und Forchheim sind aktuell betroffen. Weiterlesen

Ebola: Keine Notfall-Pläne für oberfränkische Kliniken

Das Ebola-Virus beschäftigt zurzeit die ganze Welt. Und auch in Oberfranken macht man sich Gedanken. Dr. Klaus von Stetten vom Gesundheitsamt in Bayreuth hält eine mögliche Übertragung der Epidemie nach Franken für unwahrscheinlich, weshalb es auch in Oberfrankens Kliniken noch keinen Notfallplan für eine mögliche Infektion gäbe. Weiterlesen

Studenten krank: Norovirus an der Uni Bayreuth!

Ende letzter Woche erkrankten an der Universität Bayreuth 17 Studenten. Sie litten unter Übelkeit und Kreislaufproblemen. Der Verdacht fiel auf das Mensa-Essen. In Stuhlproben von drei Erkrankten wurde jetzt das gefährliche Norovirus festgestellt, wie uns heute Vormittag Klaus von Stetten, Leiter der Gesundheitsabteilung am Landratsamt Bayreuth, telefonisch bestätigte. Das das Essen die Quelle für das Norovirus ist, kann offiziell noch nicht ausgeschlossen werden. Für den Experten kann die Nahrung aber nicht hauptsächlich als Grund herhalten, da am Tag rund 3.000 Essen über die Mensatheke gehen, derzeit aber „nur“ 17 Erkrankte registriert sind, von denen drei das Virus aufweisen. Die Untersuchungen laufen und werden zudem noch ausgeweitet. Aktuell werden von allen 40 Küchenmitarbeitern Stuhlproben entnommen und analysiert. Mehr dazu heute in „Oberfranken Aktuell“ ab 18.00 Uhr.

Update 12.45 Uhr: Dieter Wolf vom Studentenwerk/Mensa teilte uns via Telefon mit, dass die Lebensmittelkontrolle herausgefunden hat, dass die Quelle für das Noro-Virus nicht das Mensa-Essen ist.