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Pilotprojekt auch in Hof: Gurgeln als Coronatest an Schulen

Stadt und Landkreis wollen, dass Kinder wieder sicher in die Schule gehen, wie es am heutigen Mittwoch (24. März) in einer Pressemitteilung heißt. Dabei soll ein Test-Konzept unterstützen, das in Zusammenarbeit mit dem Freistaat Bayern modellhaft in der Region durchgeführt wird. An den Schulen in Stadt und Landkreis werden nach Ostern Gurgel-Tests durchgeführt.

„Wir wollen klare Perspektiven für die Schulfamilie schaffen und Konzepte umsetzen, damit unsere Schulen zeitnah wieder für alle Kinder und Jugendlichen öffnen können“, so Landrat Dr. Oliver Bär. „Deshalb freuen wir uns, dass wir in Zusammenarbeit mit dem Freistaat Bayern an diesem Pilotprojekt teilnehmen können und damit das Zusammentreffen von Lehrern und Schülern sicherer gestalten können“, ergänzt Oberbürgermeisterin Eva Döhla.

Mit dem Modellprojekt, das auch im Landkreis Wunsiedel umgesetzt wird, soll nach den Osterferien begonnen werden. Dann werden zunächst rund 2.500 Schülerinnen und Schüler von Grund- und Mittelschulen, die sich im Präsenzunterricht oder einer Notbetreuung befinden, getestet. Bei dem Test selbst handelt es sich um einen PCR-Test, der allerdings nicht wie bisher bekannt über die Nase oder den Rachen, sondern als Gurgel-Test durchgeführt wird.

„Eine Testung, die ebenso angenehm wie zuverlässig ist“, so Dr. Libuscha Leykauf, Ärztin aus Hof, die sich für Stadt und Landkreis Hof mit neu entwickelten Pooling-Konzepten beschäftigt hat.

„Der Gurgel-PCR-Test erfüllt den Goldstandard, ist also hochsensitiv und schlägt deshalb auch bei Menschen an, die keine Symptome zeigen“, weiß Ingrid Badzim-Imme von 21Dx, die die Tests entwickelt haben.

Geplant ist ein engmaschiges Testen der Schülerinnen und Schüler zwei Mal pro Woche vor Unterrichtsbeginn. Kinder und Jugendliche, deren Eltern der Teilnahme am Screening zugestimmt haben, erhalten dafür ein Testset, das mittels Barcode zuverlässig jedem einzelnen Kind zugeordnet werden kann. Nach Durchführung der Tests wird in einem Labor mittels Pooling-Verfahren eine PCR-Testung vorgenommen. Das bedeutet: von mehreren Proben wird jeweils eine kleine Menge entnommen, die entnommenen Flüssigkeiten gemischt und aus diesem Gemisch ein PCR-Test genommen. Die Testergebnisse werden den Schulen am Morgen nach der Durchführung der Tests mitgeteilt. Fällt ein Test positiv aus, werden die Kinder des positiv getesteten Pools einzeln mit einem herkömmlichen PCR-Test nachgetestet.

„Die Gurgel-Pool-PCR-Testung bietet für uns große Vorteile. Die Tests können ob der leichten und angenehmen Handhabung von den Schülern selbst und direkt vor Schulbeginn durchgeführt werden. Das – so hoffen wir – steigert die Akzeptanz und Bereitschaft, sich an der regelmäßigen Testung zu beteiligen“, so Schulamtsdirektor Ulrich Lang.

Start des Modellprojektes ist nach den Osterferien. Zunächst werden die Gurgel-Tests in den 36 Grund- und Mittelschulen in Stadt und Landkreis Hof angeboten. Vorbereitend dazu finden nun mehrere Online-Schulungen für die Schulleiter und Lehrer der teilnehmenden Schulen statt. Diese sollen dann die Schülerinnen und Schüler in die Handhabung der Tests einweisen.

Pilotprojekt im Landkreis Wunsiedel:
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Pilotprojekt in Kirchenlamitz: Gurgeln als Coronatest an Schulen


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