Mo., 15.07.2013 , 11:35 Uhr

Luisenburg: Nachwuchs-Förderpreise in Wunsiedel verliehen

Rehau-Nachwuchs-Förderpreis

Zum 10. Mal sind bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel am Sonntag vor der Vorstellung des Monty-Python-Musicals „Spamalot“ die Nachwuchs-Förderpreise verliehen worden. Der Rehau-Nachwuchs-Förderpreis geht an Simone Bartzick. Sie hatte schon im Vorjahr als Harzer Roller in „Ritter Kamenbert“ und als Marie in Mitterers „Wast – Wohin“ auf sich aufmerksam gemacht. In diesem Jahr spielt sie die Choristin Flora in „Die Fahnenweihe“, eine Schöne in „Jean Paul – Jetzt“ und vor allem die Titelrolle in dem Familienstück „Eine Woche voller SAMStage“. Als SAMS vor allem überzeugte sie die Kritikerjury, der auch wichtig war, die Leistung in einem Kinderstück gleichwertig zu beurteilen.

Nachwuchspreis der Festspielstadt Wunsiedel

Der Nachwuchspreis der Festspielstadt Wunsiedel geht an Sebastian M. Winkler, der ebenfalls schon im Vorjahr als Benvolio in „Romeo und Julia“ auf sich aufmerksam gemacht hat. In dieser Saison 2013 spielt er den Laertes in „Hamlet“, wobei „das schwierigste Degen-Duell der Theaterliteratur nach mehr als zwei Stunden voll konzentriertem Shakespeare-Spiel als  Glanzleistung“ besonders erwähnt wurde. Überzeugt hat die Jury auch die Vielseitigkeit Winklers in „Spamalot“, der als Dennis und späterer Sir Galahad, als  französischer Spötter, als Prinz Herberts Vater und als Schwarzer Ritter: „Was für ein begeisterndes darstellerisches Spektrum in diesen wenigen Minuten!“

Preise sollen auf junge Talente aufmerksam machen

Die Preise sind dotiert mit je 1.000 Euro und einem polymeren Objekt der Rehau AG, einem der Hauptsponsoren der Luisenburg-Festspiele. Mit den Nachwuchspreisen knüpfen die Luisenburg-Festspiele an ihre Tradition an, auf junge Ausnahme-Talente aufmerksam gemacht zu haben, die später das deutschsprachige Theater prägten. So debütierte 1914 der damals völlig unbekannte Werner Krauss in Wunsiedel, zu sehen waren auch die jungen Christine Ostermayer, Gisela Stein, Gustl Bayrhammer, Rolf Boysen, Romuald Pekny und nicht zuletzt Michael Lerchenberg neben vielen anderen bereits vor ihren späteren großen Erfolgen. „Wer auf dieser Naturbühne Präsenz zeigt, wird auch auf jeder anderen Bühne bestehen können“, so Intendant Lerchenberg, der die Nachwuchspreise 2004 einführte.

Neuer Preis „ExtraApplaus“

In diesem Jahr neu ist der von einem Spenderehepaar aus dem Münchner Raum, das nicht genannt werden will, gestiftete Preis „ExtraApplaus“. Diese Auszeichnung ist an keine Alters- oder Berufsgruppen gebunden, so dass er auch an Nebendarsteller, Statisten oder auch Berufsgruppen oder Gewerke verliehen werden kann, die durch ihren herausragenden Einsatz zum Gelingen eines Theaterabends, ja letztlich einer Festspielsaison beitragen. Sie soll als Dankeschön des Publikums verstanden werden. Durch das einstimmige Votum der Jury wurde der mit 500 Euro dotierte Publikums-Preis „ExtraApplaus“ an die Bühnentechnik der Luisenburg-Festspiele verliehen für ihren unermüdlichen Einsatz sowohl beim Kulissenbau als auch bei den Umbauten in den engen Zeiten zwischen den Vorstellungen, der vom Publikum nicht wahrgenommen und gewürdigt werden kann. Mit diesem Preis wird auch an das beherzte und gekonnte Eingreifen in der Bauphase als „hauseigene Feuerwehr“ erinnert, ohne die vor allem die Saison 2012 und der pünktliche Beginn der Saison 2013 nicht möglich gewesen wäre. So gilt der bühnentechnischen Mannschaft der Luisenburg-Festspiele der erste ExtraApplaus!    

 


 

 

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